Neue Behausung im Allwetterzoo
Die ersten Bienenvölker sind eingezogen

Münster -

Elefant, Tiger, Pinguin - all diese Tiere gehören untrennbar zum Allwetterzoo. Ein neues Zuhause gab es jetzt allerdings für Bienen - und zwei Bienenvölker sind gleich eingezogen.

Montag, 11.05.2020, 17:15 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 17:20 Uhr
Neue Behausung im Allwetterzoo: Die ersten Bienenvölker sind eingezogen
Foto: Allwetterzoo Münster

Es war noch die Zeit vor Corona, als der Hobby-Imker Olaf Bader eine Oberträger-Beute („top-bar-hive“), eine besondere Behausung für Bienen, dem Allwetterzoo übergeben hat. Tierpfleger Matthias Schmitt hatte sie gemeinsam mit dem Kurator für Artenschutz, Dr. Philipp Wagner, angenommen.

Vor wenigen Tagen hatte der Tierpfleger und Hobby-Imker dann laut einer Mitteilung des Zoos diese besondere Beute auf dem Gelände des Afrika-Panoramas aufgebaut. Getrennt durch einen Wassergraben, ist sie gut einsehbar für die Besucher – und seit vergangener Woche kommt auch endlich Leben in die Hütte.

Neue Behausung schnell angenommen

In der ersten Maiwoche hat zunächst der Hobby-Imker Daniel Ludwig ein schwärmendes Volk in den Allwetterzoo gebracht und dieses in die Oberträger-Beute entlassen. „Das Volk war bei einem Nachbarn im Baum. Die kühlen Nächte sorgten dann dafür, dass ich es gut einsammeln konnte“, sagt Daniel Ludwig über die Herkunft des Bienenvolks.

„Jetzt hoffen wir natürlich, dass das Volk seine neue Behausung gut annimmt und zu einem großen und stabilen Volk anwächst“, freut sich der Tierpfleger Matthias Schmitt auf die kommenden Monate. Bereits einen Tag später war dann erneut Olaf Bader mit seiner Familie im Allwetterzoo und brachte das zweite Volk, das ebenfalls in der Oberträger-Beute eine neue Heimat gefunden hat.

Ursprung der Oberträgerbeute

„Die Beute ist so groß, dass zwei Völker darin Platz haben. Damit sich die Düfte der Völker nicht vermischen, kommt in den Hohlraum zwischen den Völkern etwas Masse. Da funktioniert Heu genau so gut wie eine alte Decke, für die ich mich heute entschieden habe“, erklärt Olaf Bader, bei dem Matthias Schmitt seinen ersten Imkerkurs hatte.

Die Oberträgerbeute ist in den 1960er Jahren im Rahmen von Entwicklungshilfe-Projekten in Afrika entwickelt worden. „Es sollte eine Beute entwickelt werden, die mit wenigen Mitteln und verfügbaren Materialien auf einfache Weise hergestellt werden konnte. Angelehnt an alte Haltungsweisen zum Beispiel aus Griechenland oder Sizilien, baute man eine Beute, die von oben bearbeitet werden kann“, erklärt Matthias Schmitt. „Die Oberträgerbeute hat zum Teil die traditionellen Röhrenbeuten abgelöst, da sie viel einfacher zu bewirtschaften ist.“

Hobbyimker verwenden diese Beute für eine extensive Bienenhaltung, bei der der ökologische Gedanke im Vordergrund steht.

Matthias Schmitt

An querliegenden und einzeln nach oben herausnehmbaren Leisten fertigen die Bienen ihre Waben. Die gesamte Beute ist anfangs leer, so dass sich das Bienenvolk sehr naturnah entwickeln kann.

„Heute hat die Oberträgerbeute den Weg nach Europa geschafft. Hobbyimker verwenden diese Beute für eine extensive Bienenhaltung, bei der mehr der ökologische Gedanke als der Honigertrag im Vordergrund steht“, so der Tierpfleger weiter. Zudem sei sie mit weitaus weniger Material- und Zeitaufwand zu bewirtschaften als herkömmliche Beuten aus der Ertragsimkerei. Gebaut hat die Oberträgerbeute der Tischler Volker Frings, ein Freund von Olaf Bader.

Freikarten für Bienen-Spender

Als Dank für das Volk bekam Daniel Ludwig, der bei der Aktion von seinen Kindern unterstützt wurde und die den neugierigen Zuschauern Frage und Antwort standen, von Kuratorin Dr. Simone Schehka Freikarten für den Allwetterzoo geschenkt. „Dann könnt ihr nachsehen, ob die Bienen sich auch gut eingelebt haben“, lud sie die Familie ein, den Allwetterzoo zu besuchen. Und auch der zweite Spender erhielt für sich und sein Familie Freikarten.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
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