Vorbereitung für Sanierung des Nordflügels
Arbeiten am Schloss gehen in die nächste Runde

Münster -

Der Südflügel ist bereits saniert worden, jetzt geht es am Nordflügel weiter: Die Bauarbeiten am Schloss werden fortgeführt. Unter anderem werden Fassade und Fenster erneuert.

Dienstag, 12.05.2020, 08:00 Uhr
Der Südflügel des Schlosses ist renoviert, jetzt kommt der Nordflügel mit neuen Fenstern dran
Der Südflügel des Schlosses ist renoviert, jetzt kommt der Nordflügel mit neuen Fenstern dran Foto: Oliver Werner

Am heutigen Dienstag beginnen die Vorbereitungen für die Sanierung des Nordflügels am münsterischen Schloss mit dem Aufbau eines Fassadengerüsts. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wird der zweite Bauabschnitt der Schlosssanierung eingeleitet, nachdem im vergangenen Jahr bereits der Südflügel saniert worden war.

Im Rahmen der Bauarbeiten lässt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB NRW), Eigentümer des Schlosses, die Fenster und die Fassade der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, heute Sitz der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, wieder aufarbeiten.

Zufrieden mit bisherigem Verlauf

„Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Schlosssanierung“, sagte Isabella Oppenberg, Leiterin der Niederlassung Münster des BLB NRW. Die Arbeiten am Südflügels im letzten Jahr seien nach Plan verlaufen: „Ich freue mich, dass wir nun den zweiten Bauabschnitt eröffnen und damit auch die künftige Nutzbarkeit des Schlosses sicherstellen.“

Das Sanierungskonzept für das unter Denkmalschutz stehende Schloss hat der BLB NRW zusammen mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und dem Architekturbüro Pfeiffer Ellermann Preckel aus Münster erarbeitet und mit der Universität als Nutzer des Gebäudes abgestimmt.

Mitarbeiter ziehen in Bürocontainer

Im Zuge der Sanierung werden unter anderem folgende Maßnahmen erfolgen: An der Sandstein- und Ziegelfassade des Schlosses wird loser Stein entfernt oder nach Möglichkeit gesichert. Zudem werden die unter Denkmalschutz stehenden Fensterflügel etappenweise ausgebaut und in einer Tischlerwerkstatt aufgearbeitet. Die Fensterrahmen werden an Ort und Stelle auf dieselbe Art restauriert.

Für die Zeit der Restaurierung verlassen die vom Ausbau betroffenen Universitätsbeschäftigten abschnittsweise ihre Büros und ziehen in einen nahe gelegenen Bürocontainer. Nach etwa 30 Tagen sollen die Fenster wieder eingehängt, und die Büros wieder bezogen werden können. Abschließend werden die Keller- und Sockelbereiche des Nordflügels abgedichtet.

Sanierung des Nordflügels bis Anfang 2021

Laut Zeitplan soll die Sanierung des Nordflügels bis Anfang 2021 andauern. Für die kommenden zwei Jahre sieht das Sanierungskonzept noch die Sanierung der Vorder- und Rückseite des mittleren Schlossbereichs vor.

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