Zwischenbilanz des Corona-Notfonds
311.588 Euro für Studierende in Not

Münster -

Der Nebenjob fällt weg, doch die Miete läuft weiter: Die Corona-Krise hat auch Studenten in finanzielle Notlagen geführt. Die Uni hat deshalb einen Notfonds eingerichtet. 824 Spenden sind bereits eingegangen.

Dienstag, 12.05.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 17:33 Uhr
Zwischenbilanz des Corona-Notfonds: 311.588 Euro für Studierende in Not
Freuen sich über die große Solidarität der vielen Spender: Petra Bölling (Leiterin der Stabsstelle Universitätsförderung), Guido Borrink (Finanzreferent des AStA) und die AStA-Vorsitzende Sara Movahedian (v.l.) Foto: WWU/Thomas Mohn

Mit diesem Ergebnis hatten auch die größten Optimisten nicht gerechnet: In nur drei Wochen spendeten 824 langjährige Förderer der Universität, Alumni, Beschäftigte der Universität, Bürger der Stadt und der Region, Unternehmen, Vereine und Stiftungen exakt 311.588 Euro für den Corona-Notfonds der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Auch viele Studierende zeigten sich mit ihren Kommilitonen solidarisch.

„Die große Hilfsbereitschaft für die Studierenden, die jetzt eine wirklich schwere Zeit durchmachen, ist beeindruckend“, betont die AStA-Vorsitzende Sara Movahedian in einer Mitteilung der Uni. „Täglich erreicht die Sozialberatung des AStA eine Flut von Anträgen auf Unterstützung aus dem Notfonds. Wir sind erleichtert, dass uns jetzt Mittel zur Verfügung stehen, um schnell helfen zu können.“

Spenden für Studierende in Not

Der Fonds hilft Studierenden, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in existentielle Not geraten sind. Viele von ihnen haben ihre Nebenjobs verloren, mit denen sie ihr Studium finanzieren. Daher ruft die Universitätsleitung seit Mitte April mit der Stiftung WWU Münster, der Universitätsgesellschaft Münster und dem AStA zu Spenden auf. Die Fachbereiche, der Alumni-Club WWU Münster und weitere Alumni- und Fördervereine der Universität haben sich diesem Aufruf angeschlossen.

„Wir sind überwältigt von der Spendenbereitschaft“, betont Petra Bölling, Leiterin der Stabsstelle Universitätsförderung und Koordinatorin des Notfonds. „In einer Zeit, in der jeder mit seinen eigenen Sorgen zu kämpfen hat, wissen wir das besonders zu schätzen. Uns erreichen ein- bis fünfstellige Beträge - jeder tut, was er kann. Wir sind dankbar für jeden einzelnen Beitrag.“

Uns erreichen ein- bis fünfstellige Beträge - jeder tut, was er kann.

Petra Bölling

Die besondere Stärke des Corona-Notfonds sind die telefonischen Beratungsgespräche der AStA-Sozialberatung, die verschiedene Unterstützungsangebote bündelt. Die Betroffenen erhalten aus dem Notfonds Beihilfen in Höhe von jeweils bis zu 450 Euro. Das Geld wird nach einer Prüfung anhand definierter Richtlinien und einer Empfehlung durch die Sozialberatung an die Studierenden überwiesen. Es muss nicht zurückgezahlt werden. Bisher wurden 106 Auszahlungen aus dem Notfonds bewilligt.

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