Tagungsbetrieb wird wieder aufgenommen
Akademie Franz-Hitze-Haus: Schutz für Besucher und Mitarbeiter

Münster -

Sieben Wochen hatte die Akademie Franz-Hitze-Haus geschlossen: Am heutigen Montag öffnet die Bildungseinrichtung des Bistums wieder – unter strengen Sicherheits- und Hygienevorgaben.

Montag, 18.05.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 09:01 Uhr
Antonius Kerkhoff, Direktor der Akademie Franz-Hitze-Haus, zeigt, wie es geht: Beim Betreten des Gebäudes sind die Hände zu desinfizieren.
Antonius Kerkhoff, Direktor der Akademie Franz-Hitze-Haus, zeigt, wie es geht: Beim Betreten des Gebäudes sind die Hände zu desinfizieren. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ladermann

Die Freude bei den Mitarbeitenden der Akademie Franz-Hitze-Haus ist groß: Nachdem die Bistumseinrichtung aufgrund der Corona-Pandemie vor sieben Wochen ihren Bildungsbetrieb vor Ort einstellen musste, kehrt ab Montag (18. Mai) wieder Leben ins Haus. „Allerdings unter strengen Sicherheits- und Hygienevorgaben“, kündigt Akademiedirektor Antonius Kerkhoff an, „denn die Sicherheit unserer Gäste und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität.“

Hygienekonzept erarbeitet

Mit Hochdruck erarbeiten Kerkhoff und sein Team derzeit gemeinsam mit den anderen Bildungseinrichtungen des Bistums ein Hygienekonzept, schreibt das Bistum in einer Pressemitteilung. Das Zusammenspiel von Tagungs-, Übernachtungs- und Gastronomiebetrieb stellt die Direktoren dabei besonders vor Herausforderungen. Hat das Franz-Hitze-Haus sonst Platz für Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen, fasst der größte Raum unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln künftig maximal 60 Personen. „Und das ist auch nur mit einer festen Sitzordnung möglich, damit nachvollzogen werden kann, wer neben welcher Person gesessen hat“, erklärt Kerkhoff.

Sämtliche Arbeitsbereiche im Haus müssen auf die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen überprüft werden. Deren Umsetzung wird auch den Gästen nicht verborgen bleiben. Schon im Eingang steht ein Spender mit Desinfektionsmittel bereit, die wichtigsten Hygieneregeln sind auf einem Plakat zusammengefasst. Die Rezeption ist mit einer Plexiglasscheibe geschützt, Markierungen unterteilen die Hauptflure in zwei Richtungsspuren. In den öffentlichen Bereichen der Akademie müssen Mund-Nasen-Masken getragen werden. Konnten im Speisesaal sonst rund 150 Personen verpflegt werden, ist das ab dem 18. Mai nur noch für 45 Gäste gleichzeitig möglich, heißt es in der Mitteilung weiter. „Vermutlich werden wir mehrere Schichten pro Mahlzeit anbieten“, kündigt Kerkhoff an. An einem genauen Konzept werde noch gefeilt.

Digitale Bildung

Die vergangenen Wochen haben die Referenten der Akademie Franz-Hitze-Haus genutzt, um weitere Erfahrungen mit der digitalen Bildung zu machen. Dank der Unterstützung durch die Darlehnskasse Münster konnte die Bistumseinrichtung einen Videokonferenzraum einrichten, der bereits bei mehreren Webinaren erfolgreich erprobt wurde. „In diesem Bereich werden sich unsere Mitarbeitenden weiter qualifizieren“, erklärt Kerkhoff. Auch künftig sollen weiter digitale Angebote entwickelt werden. Durch eine Förderung des Landes werden in Kürze digitale Lernformate unterstützt.

Doch dem Direktor ist bewusst: „Eine Akademie ist ein Ort der Begegnung und lebt vom direkten Austausch.“ Veranstaltungen wie der große Jahresempfang im Juni und die Treffen verschiedener Berufsgruppen mit Bischof Dr. Felix Genn vor den Sommerferien bleiben vorerst abgesagt.

Gestartet wird am Montag im kleinen Rahmen. „Wir appellieren an die Verantwortung der Teilnehmer, die Regeln einzuhalten“, sagt Kerkhoff. Nur dann sei es hoffentlich Schritt für Schritt möglich, das Präsenzangebot auszubauen.

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