Diskussion über Umbenennung
AStA sieht Uni-Namen kritisch

Münster -

Der AStA der Universität plädiert für eine Umbenennung der Westfälischen Wilhelms-Universität. Ein solcher Schritt sei lange überfällig.

Dienstag, 02.06.2020, 08:00 Uhr
Die Universität diskutiert über eine Umbenennung.
Die Universität diskutiert über eine Umbenennung. Foto: WWU/Peter Grewer

Der AStA der Universität Münster begrüßt den Beschluss des akademischen Senats zur Auseinandersetzung mit Kaiser Wilhelm II., dem Namenspatron der Universität, wie es in einer Mitteilung heißt. „Das ist ein erster Schritt von vielen, an deren Ende eine Umbenennung der Universität stehen muss“, erklärt die AStA-Vorsitzende Sara Movahedian.

Eine kritische Auseinandersetzung der Universität mit ihrem Namensgeber sei lange überfällig. Dazu gehöre auch die kritische Befassung mit der deutschen Kolonialgeschichte.

Raub von Kulturschätzen

Zahlreiche deutsche Universitäten hätten sich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts am Raub von Kulturschätzen aus kolonisierten Gebieten beteiligt und pseudowissenschaftliche Vermessungen durchgeführt, um eine vermeintliche biologische Überlegenheit der weißen Europäer zu beweisen.

Liam Demmke (AStA): „Münster ist Universitätsstadt, nichts prägt die Stadt so sehr wie die Uni. Genauso wie den Schlossplatz, der nach Hindenburg benannt war, kann man sich die Uni nicht aus der Stadt wegdenken.“ Alle müssten sich damit beschäftigen, nach wem sie benannt ist.

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