Hauptzollamt legt Zahlen für das Jahr 2019 vor
Zwei Milliarden Einnahmen

Münster -

1,93 Milliarden Euro Gesamteinnahmen, rund 3500 beschlagnahmte Waren und über 2000 Verfahren gegen Arbeitgeber: Das Hauptzollamt Münster hat für das vergangene Jahr nach eigener Aussage „überzeugende Bilanzzahlen“ vorlegen können.

Sonntag, 07.06.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 13:16 Uhr
Zollhunde, hier ein Archivfoto, kommen nicht zuletzt zum Einsatz, um Drogen aufzuspüren. Im vergangenen Jahr konnte das Hauptzollamt Münster unter anderem 1,4 Kilogramm Heroin sicherstellen.
Zollhunde, hier ein Archivfoto, kommen nicht zuletzt zum Einsatz, um Drogen aufzuspüren. Im vergangenen Jahr konnte das Hauptzollamt Münster unter anderem 1,4 Kilogramm Heroin sicherstellen. Foto: Oliver Werner

Die Leiterin des Hauptzollamtes Münster, Astrid Scholz, kann zusammen mit den rund 500 Beschäftigten „auf überzeugende Bilanzzahlen für das Jahr 2019 verweisen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Dabei kann das im Gewerbegebiet Loddenheide ansässige Hauptzollamt unter anderem mit einer deutlichen Steigerung der Gesamteinnahmen von insgesamt 1,93 Milliarden Euro in 2019 gegenüber 1,82 Milliarden im Vorjahr punkten. Bundesweit hat der deutsche Zoll fast 45 Prozent der Steuereinnahmen des Bundes eingenommen.

Die Gesamtsumme der Einnahmen des Hauptzollamtes setzt sich zusammen aus 307,6 Millionen Euro an Einfuhrumsatzsteuer, 768,4 Millionen Euro an Kfz-Steuer, 798,9 Millionen Euro an Verbrauchsteuern sowie 55,4 Millionen Euro an Zöllen, welche jedoch direkt in den Haushalt der Europäischen Union fließen.

„Ich freue mich sehr, dass die Beschäftigten des Hauptzollamtes Münster so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass unser Staat gut und solide und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger wirtschaften kann“, betont Scholz.

Die fünf zum Bezirk des Hauptzollamtes Münster gehörenden Zollämter in Bocholt, Coesfeld, Münster und Rheine sowie am Flughafen Münster/ Osnabrück (FMO) sind zuständig für die Ein- und Ausfuhrabfertigung von Warensendungen aus und in Nicht-EU-Länder. Sie beschlagnahmten im vergangenen Jahr rund 3500 Waren im Wert von 314 000 Euro, welche nach Abschluss des Verfahrens überwiegend vernichtet werden, da es sich beispielsweise um Fälschungen handelt oder um Produkte, welche den in der EU geltenden Sicherheitsstandards nicht genügen. Rund 74 Prozent der aufgegriffenen Waren stammten aus der Volksrepublik China.

Die Kontrolleinheit Verkehrswege ist zuständig für die Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Im vergangenen Jahr überprüften die Beamten rund 7100 Fahrzeuge, Busse und Züge und kontrollierten 11 100 Personen. Dabei kam es zu 674 Aufgriffen, infolge derer 672 Strafverfahren eingeleitet und 33 Personen festgenommen wurden, heißt es weiter.

Im Rahmen ihrer Kontrollen beschlagnahmten die Zöllner 20,5 Kilogramm Marihuana, 8,3 Kilo Haschisch, 1,4 Kilo Heroin und 16 Kilo Amphetamine.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) mit ihren beiden Standorten in Gronau und Münster ist zuständig für die Bekämpfung von Schwarzarbeit, illegaler Beschäftigung sowie für die Kontrolle des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns. Die Zöllnerinnen und Zöllner prüfen hier in allen Wirtschaftsbranchen. Prüfungsschwerpunkte bildeten in 2019 das Baugewerbe, die Gastronomie sowie das Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe.

Die FKS überprüfte 1062 Arbeitgeber und leitete 1460 Strafverfahren sowie 563 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, so die Bilanz des Hauptzollamtes.

118 000 Zigaretten konfisziert

 

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