Teil der Veloroute Münster-Telgte
Dieckstraße wird teilweise zur roten Fahrradstrecke

Münster -

Zwischen Münster und Telgte soll eine Veloroute für eine schnelle Radverbindung sorgen. Dazu gehört auch, dass Straßen zu Fahrradstraßen umgewandelt werden - und vor allem auch als solche erkennbar sind. Deshalb wird auch ein Teil der Dieckstraße rot eingefärbt.

Mittwoch, 10.06.2020, 11:45 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 11:50 Uhr
Teil der Veloroute Münster-Telgte: Dieckstraße wird teilweise zur roten Fahrradstrecke
Foto: Martin Kalitschke (Archivbild/Symbolbild)

Als Teil der Veloroute von Münster über Handorf nach Telgte wird die Dieckstraße zwischen Kärntner Straße und Bahnübergang zur Fahrradstraße. Ab Dienstag (16. Juni) bringt das Amt für Mobilität und Tiefbau in diesem Abschnitt die entsprechende rote Farbe auf. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 19. Juni an.

Die neue Fahrradstraße wird als solche beschildert und mit deutlich sichtbaren Fahrrad-Piktogrammen versehen. So zeigt sich allein schon durch die Straßengestaltung, dass Radfahrende hier Vorrang haben. Auf der östlichen Seite wird das Parken künftig nicht mehr erlaubt sein. Auf diese Weise können sich alle Nutzerinnen und Nutzer der Straße sicher und komfortabel begegnen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite bleiben die vorhandenen Parkbuchten bestehen.

Radweg wird noch zurückgebaut

Der bislang hier ausgewiesene Radweg wird zu einem späteren Zeitpunkt zurückgebaut und der Gehweg somit auf ein komfortables Maß verbreitert.
Während der Bauarbeiten muss die Dieckstraße von der Kärntner Straße bis zum Bahnübergang für den Autoverkehr voll gesperrt werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Geh- und Radweg können weiterhin genutzt werden.

Regeln auf Fahrradstraßen

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  • Was ist denn eine Fahrradstraße? Mit diesem Schild können viele Verkehrsteilnehmer wenig anfangen. 1997 wurden durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung die Regeln für Fahrradstraßen festgelegt:

    Foto: dpa
  • Als Fahrradstraßen werden Straßen bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen sind.  Sie sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen.

    Foto: Jan Hullmann
  • In Deutschland ist die Nutzung einer solchen Fahrradstraße dem Radverkehr vorbehalten. Radfahrer dürfen hier auch nebeneinander fahren.

    Foto: Michael Grottendieck
  • Soll die Straße auch durch andere Fahrzeuge befahren werden, muss dies durch Zusatzzeichen ausgeschildert sein. So kann zum Beispiel der Autoverkehr für Anlieger oder nur in eine Richtung erlaubt sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße Vorrang vor Autos und anderen Fahrzeugen, welche diese Straße benutzen. Doch dies bedeutet nicht, dass Fahrradfahrer auch an Kreuzungen Vorfahrt haben, hier gilt – sofern nichts anderes ausgeschildert wurde – „rechts vor links“.

    Foto: Jan Hullmann
  • Andere Kraftfahrer müssen sich auf der Fahrradstraße dem Radverkehr anpassen, sodass ein Behinderung oder Gefährdung der Radfahrer vermieden wird. Das gilt insbesondere auch für Überholvorgänge. Dabei muss ein ausreichender Seitenabstand - laut Rechtsprechung mindestens  1,5 Meter - eingehalten werden.

    Foto: Tobias Denne (Archiv)
  • Auf einer Fahrradstraße muss die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen  immer angepasst sein. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen beträgt darüber hinaus immer 30 km/h. Darauf weist auch dieses Schild am Lindberghweg in Münster hin.

    Foto: Stadt Münster (Archiv)
  • Zu den zwölf bestehenden Fahrradstraßen in Münster sollen noch zehn weitere hinzukommen.

    Foto: Martin Kalitschke, Grafik: Jürgen Christ
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