Corona-Regeln vor dem Wochenende
Was erlaubt ist – und was verboten

Münster -

Abstand, Mundschutz, Haushalte: Viele Menschen sind verunsichert darüber, was die Corona-Schutzvorschriften aktuell erlauben. Wir geben einen Überblick über die geltenden Regelungen in Nordrhein-Westfalen.

Donnerstag, 11.06.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2020, 12:28 Uhr
Treffen von bis zu zehn Personen ohne Sicherheitsabstand im öffentlichen Raum
Treffen von bis zu zehn Personen ohne Sicherheitsabstand im öffentlichen Raum sind erlaubt. Die Teilnehmer müssen aber für den Fall einer Corona-Infektion zurückverfolgt werden können. Foto: Matthias Ahlke

Der Erlass mit den aktuellen Corona-Schutzregeln in NRW ist noch keine zwei Wochen alt. Nachdem die Stadt danach ankündigte, öffentliche Bereiche wie die Aaseewiesen nicht mehr schwerpunktmäßig zu kontrollieren und die Sperren dort abgebaut hatte, gab es Verunsicherung unter manchen Münsteranern.

Leser meldeten sich nach unserer Berichterstattung und führten dabei anderslautende Verordnungen des Bundes oder mittlerweile ungültige Schutzregeln an. Um für das nun beginnende lange Wochenende Klarheit zu schaffen, beantwortet hier der Leiter des städtischen Krisenstabs, Wolfgang Heuer, die wichtigste Frage: Unter welchen Voraussetzungen dürfen sich Personen im öffentlichen Raum ohne Maske und Mindestabstand treffen?

Mehr als zehn Personen dürfen sich treffen, wenn es Verwandte in gerader Linie, Geschwister oder Ehe-/Lebenspartner sind oder wenn die Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten kommen. Außerdem, wenn es sich um Begleitpersonen von Minderjährigen oder unterstützungsbedürftige Personen oder zwingende Zusammenkünfte aus betreuungsrelevanten Gründen handelt.

Gruppen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten dürfen sich im öffentlichen Raum treffen, wenn die Rückverfolgbarkeit der am Treffen Beteiligten für den Fall einer Corona-Infektion für vier Wochen nach dem Zusammentreffen sichergestellt werden kann. Das betrifft alle zulässigen Veranstaltungen und Versammlungen. Bei Demonstrationen muss der Mindestabstand eingehalten werden. In geschlossenen öffentlichen Räumen, im Nahverkehr, auf dem Wochenmarkt, ebenso in Geschäften und in Warteschlangen müssen Masken aufgesetzt werden.

Im privaten Bereich sind explizit nur größere Menschenansammlungen verboten, wie etwa eine Hochzeitsfeier.

Diese aktuellen Vorschriften in NRW gelten allerdings nur bis zum 15. Juni, also Montag, stellt Heuer klar. „Spätestens bis dann müsste eine Nachfolgeregelung bekannt gegeben werden.“

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