Rückkehr des Eisenman-Brunnens
Ziel: Spatenstich noch 2020

Münster -

Die Initiative „Dein Brunnen für Münster“ hofft, dass der Brunnen der New Yorker Künstlerin Nicole Eisenman im Verlauf des kommenden Jahres an die Promenade zurückkehren wird. Der Rat hatte dem Vorhaben in der vergangenen Woche zugestimmt. Der Eisenman-Brunnen war eines der beliebtesten Kunstwerke der Skulptur-Projekte 2017.

Mittwoch, 01.07.2020, 21:00 Uhr
Große Freude herrscht bei der Initiative „Dein Brunnen für Münster“ (v.l. Maria Galen mit Tochter Carla, Uta Ramme, Manfred Petermann, Sandra Silbernagel und Soetkin Stiegemeier-Oehlen), dass das Kunstwerk bald nach Münster zurückkehren wird.
Große Freude herrscht bei der Initiative „Dein Brunnen für Münster“ (v.l. Maria Galen mit Tochter Carla, Uta Ramme, Manfred Petermann, Sandra Silbernagel und Soetkin Stiegemeier-Oehlen), dass das Kunstwerk bald nach Münster zurückkehren wird. Foto: kal

Nachdem sich der Rat mit großer Mehrheit für die Rückkehr des Eisenman-Brunnens an die Promenade ausgesprochen hat, macht sich die Initiative „Dein Brunnen für Münster“ nun an die Umsetzung des Projektes. Die New Yorker Künstlerin Nicole Eisenman, die das Kunstwerk für die Skulptur-Projekte 2017 geschaffen hatte, arbeite bereits an Entwurfszeichnungen, berichteten die Mitstreiter der Initiative, die drei Jahr lang Geld für die Rückkehr des Brunnens eingesammelt hatte, am Mittwoch. „Wir hoffen, dass der symbolische Spatenstich noch in diesem Jahr erfolgen wird“, so Sandra Silbernagel. Läuft alles rund, könne das Kunstwerk noch 2021 eingeweiht werden, betont die Initiative.

Eisenman "tief bewegt"

Sie sei „tief bewegt“ über die Entscheidung des Rates und das große Engagement der münsterischen Bürgerschaft für ihr Kunstwerk, so Eisenman in einer ersten Reaktion. Sie hoffe, dass sie bald ihren Kindern den Brunnen an der Promenade zeigen kann, betont sie in einer Audio-Nachricht an „Dein Brunnen für Münster“. Großes Lob für die Initiative gibt es auch von Kasper König, Mitbegründer der Skulptur-Projekte. Es sei „großartig“, dass so viele Bürger den Ankauf des Kunstwerkes möglich gemacht haben. „Ich bin stolz“, so König. „Tief beeindruckt“ über das am Ende erfolgreiche Engagement von „Dein Brunnen für Münster“ zeigt sich auch Oberbürgermeister Markus Lewe. Der Brunnen sei eine „echte Bereicherung für unsere Stadt“, schrieb er nach der Ratsentscheidung an die Initiative.

Skulptur „Brunnen-Skizze“ von Nicole Eisenman

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  • Das Bild zeigt den Aufbau der Skulptur „Sketch for a Fountain“ von Nicole Eisenman.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Standort des Brunnen während der Skulptur Projekte war an der Kreuzschanze an der Promenade.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liegen an der Kreuzschanze unter den Augen von Annette von Droste-Hülshoff (Büste von Anton Rüller)...

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Das Bild zeigt die Skulptur vor dem großen Ansturm...

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Idyllische Lage an der Kreuzschanze an der Promenade.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Verweilen & Chillen an der Kreuzschanze.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Brunnen lud auch zum Abkühlen ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus.

    Foto: kal
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus und mussten phasenweise abgedeckt werden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Nacht wurden Figuren mit blauer Farbe beschmiert und mussten von LWL-Mitarbeitern gereinigt werden.

    Foto: iMatthias Ahlke
  • Das Bild zeigt den Platz der Skulptur nach dem Abbau im Oktober 2017.

    Foto: Matthias Ahlke

In den vergangenen drei Jahren hatte die Initiative nach eigenen Angaben 620 000 Euro von privaten Spendern, Unternehmen, aber auch von Stadt, Land, Bistum und mehreren Stiftungen eingesammelt. Damit sei die Finanzierung des Kunstwerks, für das sowohl Eisenman als auch ihre Galerie auf ein Honorar verzichten, gesichert. Nun fehlten noch 100 000 Euro für die technische und bauliche Umsetzung, es gebe allerdings bereits „positive Signale“ aus der Wirtschaft, so Petermann. Bevor die Bagger anrücken, müsse nun erst einmal ein sogenannter Gestattungsvertrag mit der Stadt geschlossen werden, der alle Details rund um das Projekt regelt.

Brunnen als "lebendiger Ort"

Der Eisenman-Brunnen soll künftig zu einem „lebendigen Ort“ werden, so Uta Ramme. Die Initiative plane Kooperationen mit Einrichtungen wie dem Franz-Hitze-Haus, der Annette von Droste-Gesellschaft und der Stadt. Nach Münster zurückkehren werden die beiden Bronze-Figuren des Brunnens. Die drei Gips-Figuren werden voraussichtlich durch Aluminium-Skulpturen ersetzt.

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