Große Prozession wegen Corona und Sturm in anderer Form
Diesmal war der Weg nur kurz

Münster -

Wegen der Corona-Pandemie fand statt der althergebrachten Großen Prozession durch Münsters Innenstadt ein Gottesdienst im St.-Paulus-Dom statt. Wetterbedingt musste der ursprüngliche Plan, unter freiem Himmel zu feiern, am Sonntag kurzfristig aufgegeben werden. In seiner Predigt ging der Bischof von Münster, Felix Genn, unter anderem auf die Corona-Pandemie ein.

Sonntag, 05.07.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 19:14 Uhr
Wegen der Corona-Pandemie fand statt der althergebrachten Prozession durch die münsterische Innenstadt ein Gottesdienst im St.-Paulus-Dom statt.  
Wegen der Corona-Pandemie fand statt der althergebrachten Prozession durch die münsterische Innenstadt ein Gottesdienst im St.-Paulus-Dom statt.   Foto: Matthias Ahlke

Jesus Christus ist „die Quelle, um für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft eine Haltung und Ethik zu entwickeln, die für die Verwundbarkeit vieler Menschen sensibel ist“. Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am Sonntag betont.

Wegen der Corona-Pandemie fand statt der althergebrachten Prozession durch Münsters Innenstadt ein Gottesdienst im St.-Paulus-Dom statt. Wetterbedingt musste der ursprüngliche Plan, unter freiem Himmel zu feiern, kurzfristig aufgegeben werden.

In seiner Predigt ging der Bischof zunächst auf die Corona-Pandemie ein und sagte: „In diesem Jahr darf das Gebet um die Bewahrung vor dem Virus, um die Hilfe für die, die davon betroffen sind, um ewigen Frieden für die, die daran gestorben sind, um Stütze und Hilfe für die, die sich um die Kranken kümmern, und um Kraft für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich bemühen, einen Impfstoff herzustellen, nicht fehlen.“

„Große Prozession“ erinnert an Schicksalstage der Stadt

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  • Am Sonntag fand die traditionelle Große Prozession statt – wegen Sturm und Corona allerdings in veränderter Form.

    Foto: Matthias Ahlke
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    Foto: pbm/Achim Pohl

Der Bischof sprach laut Pressemitteilung des Bistums verschiedene aktuelle Themen und Fragestellungen an. Zwar sei das Christentum keine Mehrheitsmeinung mehr, er sei aber fest davon überzeugt, „dass die Botschaft von Jesus Christus heute relevanter ist denn je“. Konkret ging er etwa auf die Situation in der Lebensmittelindustrie ein, in der vieles nicht stimme.

Bischof Genn: „Es ist ein gesellschaftliches Problem. Es ist unser, mein Problem. Es ist nun Zeit, konkret zu handeln: Ich beim Einkaufen, wir beim Konsum, Politik in der Gesetzgebung und Kontrolle, Arbeitgeber an der Menschenwürde und Arbeitsbedingungen, alle an der Solidarität.“

Der Bischof wandte sich auch gegen „Aggressivität und Parolen“ und gegen eine Verrohung der Sprache. Christen seien „Menschen, die in die Schule Jesu Christi gehen“. Diese Schule gebe etwa zu bedenken, sich nicht vor Fremden, anderen Nationen und Völkern abzuschotten, sondern sich gegenseitig zu helfen und sich jeder Form des Missbrauchs, auch des Missbrauchs der Sprache im Hinblick auf völkisches Reden, zu widersetzen. So gehe es etwa darum, trotz der eigenen Not die noch viel größere Not der Flüchtlinge und Asylsuchenden nicht zu vergessen. „Menschen in Not nicht zu helfen, ist nicht christlich. Wenn wir diese Haltung einnehmen, verteidigen wir das christliche Abendland nicht, wir schaffen es ab!“, betonte der Bischof.

Vor Beginn der Messe war Bischof Felix Genn, begleitet von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, ausgehend von der Lamberti-Kirche auf direktem Weg in den Dom gezogen. Messdiener trugen dabei traditionell eine Nachbildung des historischen Pestkreuzes, dessen Original im Stephanuschor des Doms hängt. Es verweist auf die Ursprünge der Großen Prozession im Jahr 1383. Nach einer Pest-Epidemie und einem Großbrand gelobten Bürgerschaft und Geistlichkeit damals, künftig jährlich bei einer Buß- und Bittprozession um Schutz vor solchem Unglück zu beten. Der Weg wurde auf eine Leinwand im Dom übertragen.

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