Piraten nominieren Kandidaten
Kroos soll Oberbürgermeister werden

Münster -

Die münsterischen Piraten haben am Wochenende ihre Kandidaten für die kommenden Rats- und Bezirksvertretungswahl nominiert. Sie schicken zudem einen Anwärter ins Rennen, um den aktuellen Oberbürgermeister Markus Lewe abzulösen.

Montag, 06.07.2020, 21:00 Uhr
Sebastian Kroos.
Sebastian Kroos Foto: Günter Benning

Am Sonntag haben die Piraten Münster die Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl 2020 im Ratskeller abgehalten.

Neben 33 Direktkandidatinnen und -kandidaten für die einzelnen Wahlbezirke und einer Reserveliste für die Wahl zum Rat treten die Piraten auch zur Wahl der Bezirksvertretungen und, nach einer „piratenüblich spontanen Bewerbung“, wie es in einer Pressemitteilung heißt, zur Oberbürgermeisterwahl an. Niels-Arne Münck, Schatzmeister des Kreisverbandes und Geschäftsführer der Ratsgruppe Piraten/ÖDP, sowie Birgit Hemecker, Bezirksvertreterin für die Piraten in der Bezirksvertretung Münster Süd-Ost, bilden das Spitzenduo der Piraten auf den Listenplätzen eins und zwei. Die weiteren Listenplätze belegen Sebastian Kroos, Sven Arns, Peter Hemecker und Karsten Hannig. Sebastian Kroos, langjähriger erster Vorsitzender der Piraten Münster, wurde außerdem von den anwesenden Mitgliedern zum Oberbürgermeisterkandidaten gewählt.

Zum dritten Mal dabei

Die Piraten treten bereits zum dritten Mal zu einer Kommunalwahl in Münster an und haben sich auch dieses Mal den Einzug in den Rat „auf die Fahnen geschrieben“, heißt es weiter.

Peter Hemecker, erster Vorsitzender der Piraten, sagte: „Gerade kleine Parteien sind durch die Pandemie schwer ins Hintertreffen geraten. Wir sind stolz, dass wir es trotzdem geschafft haben, Direktkandidaten für alle Wahlkreise und eine gute Liste zu wählen.“

Johannes Schmanck, aktueller Ratsherr der Piraten, stand für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Die letzten sechs Jahre seien zwar eine wertvolle Erfahrung, doch als Selbstständiger auch eine sehr teure gewesen: „Die Arbeit in Rat und Ausschüssen kostet nicht nur viel Zeit, sondern vor allem auch viel Energie, wenn man den Job richtig machen will, so wie sich das für einen echten Piraten gehört.“

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