Unerbetene Wahlkampfhilfe
AfD ruft zur Wahl Lewes auf

Münster -

Die AfD verzichtet in Münster auf einen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten und ruft zur Wahl von Amtsinhaber Markus Lewe auf. Eine Reaktion der CDU erfolgt prompt.

Mittwoch, 08.07.2020, 18:00 Uhr
Oberbürgermeister Markus Lewe
Oberbürgermeister Markus Lewe Foto: Oliver Werner

Wahlkampfhilfe vom rechten Rand: Die AfD hat dazu aufgerufen, bei der Kommunalwahl in NRW am 13. September den amtierenden Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) schon im ersten Wahlgang „als Kandidat des bürgerlichen Lagers“ zu wählen.

Damit will die Partei nach eigenem Bekunden auch den grünen Kandidaten Peter Todeskino verhindern. Auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten für die OB-Wahl verzichtet die AfD, um eine eine „weitere Aufsplitterung des politisch bürgerlichen Lagers“ zu verhindern, wie es heißt.

Wenig Gegenliebe

Bei der CDU stößt die unerbetene Wahlkampfhilfe indes auf wenig Gegenliebe: „Die AfD ist in Münster zum Glück ohne Bedeutung. Dabei muss es bleiben. Auch dafür treten Markus Lewe und die CDU Münster bei der Kommunalwahl am 13. September an“, erklärte der CDU-Vorsitzende Hendrik Grau am Mittwoch.

Die AfD möchte ihren Aufruf zugleich als Absage an ein schwarz-grünes Bündnis verstanden wissen. Die Partei spricht mit Blick auf den 13. September von einer „Schicksalswahl“. Dem links-grünen Gesellschaftsexperiment mit einer ganzen Stadt als Versuchskaninchen müsse eine bürgerliche, solide Politik für die Mehrheit der Bevölkerung entgegengesetzt werden, heißt es in der Mitteilung.

Der im Urlaub befindliche Oberbürgermeister Markus Lewe äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht zu dem AfD-Wahlaufruf zu seinen Gunsten.

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