Landtagsabgeordneter Nacke stellt Initiative vor
CDU will Frauen in der Wissenschaft stärken

Münster/Düsseldorf -

Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag will Frauen in der Wissenschaft stärken. Ein Antrag zum Thema wurde jetzt beraten und beschlossen. Die Initiative dazu kam aus Münster.

Montag, 13.07.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 15:20 Uhr
Sie wollen die Frauenförderung an den Hochschulen voranbringen (v.l.): Anna Gericke, Landesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten, der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke und Prof. Dr. Heimbach-Steins von der Universität Münster.
Sie wollen die Frauenförderung an den Hochschulen voranbringen (v.l.): Anna Gericke, Landesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten, der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke und Prof. Dr. Heimbach-Steins von der Universität Münster. Foto: CDU

Die CDU-Fraktion im NRW-Landtag will Frauen in der Wissenschaft stärken. Ein vom münsterischen CDU-Landtagsabgeordneten Stefan Nacke dazu konzipierter Antrag wurde von CDU und FDP beschlossen und kürzlich im Landtag beraten.

„Wir sind der Überzeugung, dass exzellente Forschung und Lehre an nordrhein-westfälischen Hochschulen und der Transfer in Gesellschaft und Wissenschaft noch erfolgreicher gelingt, wenn der Anteil von Frauen gesteigert wird. Zurecht möchten Frauen nicht als Quotenfrauen gelten, aber sie müssen gleichberechtigt sein. Dass Professorinnen in NRW im Durchschnitt immer noch rund 500 Euro weniger verdienen als ihre männliche Kollegen, wie der Bericht zum Gender Pay Gap 2019 offenbart, ist nicht akzeptabel“, begründet Stefan Nacke, wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, seine Initiative. Ziel der Fraktion sei es, im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung einen Spitzenplatz einzunehmen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität, begrüßt den Antrag und weist darauf hin, dass die Hochschulen weiter daran arbeiten müssten, strukturelle Verbesserungen zu erreichen. So seien etwa kurzfristige Zeitverträge ungünstig. Gemeinsam mit Stefan Nacke sieht sie in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Hochschulen, schreibt die CDU.

Um unabhängig vom Geschlecht die besten Talente für eine Karriere in der Wissenschaft zu gewinnen, müsse eine familiengerechte Struktur an Hochschulen noch mehr in den Fokus rücken. Ausbauprozesse im Bereich der Kindertagesstätten, wie durch die WWU Münster gerade mit dem Bau einer neuen Kita vorbildlich in Angriff genommen, oder auch durch weitere Kinderbetreuungsangebote seien deshalb fortzusetzen.

Anna Gericke, Landesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten in NRW (RCDS), begrüßt den Vorstoß zur Stärkung der Frauen: „Die Debatte geht in die richtige Richtung. Für uns sind die Förderung der Gleichberechtigung und Bestenauslese zwei Seiten derselben Medaille.“

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