Crowdfunding-Projekt
Obdachlosenhilfe ruft in Corona-Krise zu Spenden auf

Münster -

Schlafsack, Jacke, Shampoo: Das Projekt „Ein Rucksack voll Hoffnung für Münster“ versorgt Wohnungslose mit notwendigen Dingen. In der Corona-Krise ist das Team aber auf Hilfe angewiesen.

Freitag, 17.07.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 10:19 Uhr
Junge Münsteraner sammeln Spenden, um Obdachlosen zu helfen.
Junge Münsteraner sammeln Spenden, um Obdachlosen zu helfen. Foto: Vereinigte Volksbank Münster

Bei „Ein Rucksack voll Hoffnung für Münster“ engagiert sich ein Team junger Münsteraner seit 2014 für die Belange von Obdach- und Wohnungslosen in Münster.

Besonders zur Zeit der Corona-Krise leistet das Projekt niederschwellig Hilfe und versorgt die Notunterkünfte mit Kleiderspenden und Hygieneartikeln, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Aus diesem Grund richtet das Projektteam mit der Unterstützung der Stiftung „Bürger für Münster“ seinen Spendenaufruf über die Crowdfunding-Seite der Vereinigte Volksbank Münster.

Reintegration von Obdachlosen

„Die Stiftung ‚Bürger für Münster‘ unterstützt unser Projekt, das unter anderem auch 2016 mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet wurde, insbesondere dadurch, dass die Spenden, die über die Crowdfunding-Plattform eingehen, an uns weitergeleitet werden und auf Wunsch Spendenquittungen ausgestellt werden können“, so Sebastian Jeising, Projektkoordinator von „Ein Rucksack voll Hoffnung“.

Mit dem Projekt möchten die Organisatoren zur Reintegration der Obdach- und Wohnungslosen in die Gesellschaft beitragen. Das Ziel ist zunächst einmal die Versorgung der Betroffenen mit dem Lebensnotwendigen. Dazu zählen nicht nur der Schlafsack und die warme Winterjacke, sondern auch die Versorgung mit Körperpflegeprodukten. „Bei unseren Verteilaktionen kommen wir dann mit den Bedürftigen ins Gespräch. Dabei gehen wir auch auf individuelle Anfragen ein, vermitteln an professionelle Hilfsangebote und versuchen ihnen mit einem einfachen, ehrlichen Interesse an ihrer Person das Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln,“ erklärt Jeising.

Unterstützung von der Volksbank

Neben der Akuthilfe wurde in den vergangenen Monaten der Spendenkeller am Domplatz zu einer zentralen Anlaufstelle ausgebaut. Geplant ist, diesen im nächsten Winter wieder für alle zu öffnen – sofern es die Situation zulässt.

„Mit dem aktuellen Angebot der Volksbank, Vereine und Institutionen, die in der Corona-Krise Besonderes leisten, mit einen 1000 Euro Corona-Crowdfunding-Bonus zu unterstützen, finden wir großartig“, freut sich Jeising. Das Geld komme direkt bei den Menschen auf der Straße an, versichert die Initiative. Über die Internetseite https://vvbms.viele-schaffen-mehr.de sammelt der Verein aktiv Spenden. Jede Spende, die über diese Plattform eingeht, wird laut Mitteilung von der Volksbank (bis maximal 50 Euro) verdoppelt.

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