Demo für Schulbildung
Nach dem Distanzlernen den Anschluss nicht verlieren

Münster -

Keine Schule? Zuhause lernen? Klingt erstmal super. Aber nach ein paar Wochen Zuhause kapieren die meisten Kinder, dass der klassische Unterricht doch cooler ist. Am 25. Juli demonstrieren die Eltern dieser Kinder auf der Stubengasse für die Qualität der Schulbildung.

Dienstag, 21.07.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 08:05 Uhr
Zu Hause lernen ist ja auch ganz schön – aber der klassische Schulunterricht sollte immer erste Wahl sein, meinen die Veranstalterinnen der Demo.
Zu Hause lernen ist ja auch ganz schön – aber der klassische Schulunterricht sollte immer erste Wahl sein, meinen die Veranstalterinnen der Demo. Foto: dpa

Am kommenden Samstag (25. Juli) gehen Eltern für die Qualität der Schulbildung ihrer Kinder auf die Straße. Durch die Corona-bedingten Schulschließungen der vergangenen Monate mussten Schulkinder in NRW größtenteils allein zu Hause lernen. Dadurch seien viele Lernlücken entstanden, heißt es. Die Demonstration wurde von zwei Münsteranerinnen angemeldet, die ihre Namen nicht veröffentlichen möchten.

„Klare Konzepte!“

„Damit kein Kind durch das Distanzlernen den Anschluss im Unterricht verliert, wünschen wir uns klare Konzepte in den Schulen zur individuellen Unterstützung nach den Sommerferien“, heißt es in einer Pressemitteilung. Sinnvollerweise sollte an den Lernstoff zum Zeitpunkt vor den Schulschließungen angeknüpft werden: Dafür gelte es, landesweit die Lehrpläne dementsprechend anzupassen.

Ob nach den Ferien wieder dauerhaft ein geregelter Schulbetrieb möglich sein werde, lasse sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht vorhersagen. Aus Sicht der Eltern hätten die Erfahrungen der vergangenen Monate aber eindrücklich gezeigt, wie wichtig Präsenzunterricht für die Motivation und den Lernerfolg der Kinder ist. Deshalb sollte Unterricht vor Ort in den Schulen ihrer Meinung nach immer die erste Wahl sein, wenn die Rahmenbedingungen dies zuließen.

G 9 jetzt erst recht!“

In Anbetracht der Soforthilfen für Wirtschaft und Bevölkerung, die von der Regierung aufgrund der Corona-Krise ermöglicht wurden, fordern die Eltern, die Schwächsten, nämlich die Kinder, nicht aus dem Blick zu verlieren. Deshalb werde auch die Petition „G 9 jetzt erst recht!“ von Corinna Dohmen unterstützt. Sie fordere, dass auch die Schüler ab der achten Jahrgangsstufe an den Gymnasien in NRW ihr Abitur wieder in einem Zeitraum von neun Jahren absolvieren dürfen, so wie es die Jahrgänge fünf bis sieben jetzt schon können.

Die Demonstration findet am Samstag (25. Juli) von 13 bis 14.30 Uhr auf dem Stubengassenplatz statt. Wer teilnehmen möchte, möge den Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen.

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