Bezirksverband erhebt Einspruch gegen Liste
Streit um AfD-Kandidaten

Münster -

Ärger in der AfD: Der Bezirksverband Münster hat am Montag Einspruch gegen die Liste der AfD Münster für die Kommunalwahl erhoben. Der Listenzweite soll Kontakte zum rechtsextremen Milieu haben.

Montag, 27.07.2020, 21:48 Uhr aktualisiert: 27.07.2020, 22:01 Uhr
Bezirksverband erhebt Einspruch gegen Liste: Streit um AfD-Kandidaten
Martin Schiller Foto: Björn Meyer

Der AfD-Bezirksverband hat am Montag Einspruch gegen die Liste der AfD Münster für die Kommunalwahl am 13. September erhoben. Der Landesverband wies den Einspruch zurück, wie dessen Sprecher, der münsterische AfD-Ratsherr Martin Schiller am Abend bestätigte.

Anlass der Beschwerde sei, dass man dem Listenzweiten der AfD, Jura-Student Alexander Leschik, Kontakte ins rechtsextreme Milieu nachgewiesen habe, behauptet der Bezirksverband. „Das ist absoluter Quatsch“, sagte Schiller. Es handele sich bei den Vorwürfen um eine „persönliche Fehde“ des Sprechers des Bezirksverbands, Steffen Christ, meinte er.

Schiller wäre selbst betroffen

Den „Versuch, da einen Kontakt zu konstruieren“ bezeichnete Schiller als lächerlich. Er betonte, Leschik gehöre zu den bürgerlich, moderaten Kräften der Partei. Dementsprechend sei der Landesverband dann auch mit der Angelegenheit umgegangen.

„Es hat sich herausgestellt, dass das Wahlamt der Stadt Münster unserer Rechtsauffassung teilt und demnach der Widerruf nicht rechtens ist“, so Schiller. Da die Kandidatenliste nur als Ganzes zurückgezogen werden kann, wäre Schiller ebenfalls betroffen.

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