"Stadtradeln"-Wettbewerb
Jeder Fahrrad-Kilometer zählt

Münster -

Aufs Fahrrad schwingen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das möchte der internationale Wettbewerb "Stadtradeln" erreichen. Auch in diesem Jahr geht es wieder los. Aus Münster beteiligen sich auch einige bekannte Gesichter.

Dienstag, 04.08.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 12:10 Uhr
"Stadtradeln"-Wettbewerb: Jeder Fahrrad-Kilometer zählt
Oberbürgermeister Lewe wirbt gemeinsam mit den zwei Stadtradeln-Stars Zoodirektorin Simone Schehka (r.) und Türmerin Martje Saljé darum, möglichst viele Kilometer auf dem Rad zurückzulegen. Foto: Presseamt Münster

Es ist so weit: Am Mittwoch (5. August) beginnt in Münster der 21-tägige Aktionszeitraum des internationalen Wettbewerbs "Stadtradeln 2020".
Bis zum 25. August heißt es nun, beruflich und privat möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, die erradelten Kilometer zu erfassen und gemeinsam ein Zeichen für Radverkehr, Klimaschutz und Lebensqualität zu setzen.

Teilnehmen am Stadtradeln können alle, die in Münster wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine der Bildungseinrichtungen besuchen. Über 1600 Radelnde haben sich bereits im Vorfeld in rund 250 Teams zusammengeschlossen und für das Stadtradeln registriert. Die Organisatoren der Stadtverwaltung freuen sich auf viele weitere Stadtradler. 

Aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Gemeinsam mit den "Stadtradeln-Stars" der Aktion, Dr. Simone Schehka,  Direktorin des Allwetterzoos, und der Türmerin Martje Saljé wirbt Oberbürgermeister Markus Lewe dafür, sich auf das Rad zu setzen.   

"Die Leeze ist für einen Großteil der Münsteranerinnen und Münsteraner fester Bestandteil ihrer Alltagsmobilität. Der große Radverkehrsanteil in Münster von rund 40 Prozent trägt viel zum typischen Lebensgefühl in unserer Stadt bei, darüber hinaus ist jede Fahrt mit dem Rad ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz", erklärt Oberbürgermeister Markus Lewe.

Die Freude am Radfahren zu teilen sei eines der Ziele des Wettbewerbs Stadtradeln. Als stadtweite Mitmachkampagne könne die Aktion auch für den notwendigen Wandel zu nachhaltigen urbanen Mobilitätsstrukturen sensibilisieren, so der Oberbürgermeister.   

Über das Stadtradeln

Anmelden zum Stadtradeln kann man sich online unter  www.stadtradeln.de/muenster . Im dortigen Radelkalender können sich die Teams und alle Radler registrieren sowie die zurückgelegten Kilometer eintragen. Noch einfacher geht es über die Stadtradeln-App. Sie ermöglicht es, die zurückgelegten Strecken zu erfassen, die erradelten Kilometer dem Team direkt gutzuschreiben und in Kontakt mit Teammitgliedern zu treten.

Wer die App nutzt, der hilft nebenbei auch, der Stadtverwaltung weitere Daten zum Radverkehr zu liefern. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Movebis" der TU Dresden werden die über die Stadtradeln-App erfassten Wege in anonymisierter Form den Stadtradeln-Kommunen zur Verfügung gestellt und können wichtige Erkenntnisse für zukünftige Planungen liefern.   

Am Ende des Stadtradeln-Zeitraums werden das beste Team und Radelnde mit den besten Einzelleistungen prämiert. Unter allen Teilnehmenden, die mindestens zwanzig Kilometer zurückgelegt haben, wird Fahrradzubehör im Gesamtwert von rund 1200 Euro verlost. 

Stadtradeln ist eine Aktion des internationalen Netzwerks Klima-Bündnis. Neben der Stadt Münster beteiligen sich in diesem Jahr deutschlandweit über 1200 Kommunen an der Kampagne.

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21 Tage ohne Auto

Dieses Anliegen teilen auch Simone Schehka und Martje Saljé, die beide als "Stadtradeln-Stars" dabei sind und in dieser Sonderkategorie besonderes Engagement zeigen: Sie dürfen als Stadtradeln-Stars an den 21 Stadtradeln-Tagen kein Auto von innen sehen.

"Als Mitglied der münsterschen ‚Allianz für Klimaschutz‘ setzt sich der Allwetterzoo intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinander. Privat versuche ich auch heute schon, viele Wege mit dem Rad zurückzulegen", erklärt Zoodirektorin  Simone Schehka ihr Engagement. Drei Wochen ohne Auto mobil zu sein sei für sie aber mit einer besonderen Herausforderung verknüpft: "In zwei Wochen ziehe ich um. Dann auch als Mitfahrerin in kein Auto steigen zu dürfen, ist ein echter Härtetest." 

Ich besitze gar kein Auto und bin in meinem Alltag schon seit vielen Jahren autofrei unterwegs. 

Martje Saljé

Für Martje Saljé bedeutet der Verzicht aufs Auto dagegen keine so große Umstellung. "Ich besitze gar kein Auto und bin in meinem Alltag schon seit vielen Jahren autofrei unterwegs. Das klappt in der Regel erstaunlich gut", so die Türmerin, die von ihrem Arbeitsplatz hoch oben auf der Lambertikirche einen guten Überblick über das Radverkehrsgeschehen in der Stadt hat. "Am liebsten würde ich mit dem Fahrrad sogar bis in mein Büro fahren, allerdings liegen 300 Stufen zwischen Fahrradstellplatz und Arbeitsplatz", ergänzt Saljé mit einem Augenzwinkern. 

Wie die beiden Stadtradeln-Stars im Alltag ohne Auto mobil sind und welche Erfahrungen Sie dabei machen, berichten sie in dem offiziellen Stadtradeln Blog unter www.stadtradeln.de/blog .

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