Ausbildungsmarkt im Juli
Einsteigen ist noch möglich

Münster -

Traditionell starten Azubis am 1. August in ihre Ausbildung. Aber auch später ist ein Einstieg noch möglich – genügend freie Stellen gibt es auch in Münster noch.

Mittwoch, 05.08.2020, 09:00 Uhr
Ein Auszubildender setzt eine Schweißnaht an ein Metallteil, während ein Berufsschullehrer zuschaut.
Ein Auszubildender setzt eine Schweißnaht an ein Metallteil, während ein Berufsschullehrer zuschaut. Foto: da/Daniel Bockwoldt (Symbolbild)

Ende Juli, kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres, waren noch 1130 unbesetzte Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster gemeldet. Demgegenüber waren 630 Jugendliche weiterhin auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Rein rechnerisch standen damit jedem Bewerber 1,79 offene Ausbildungsangebote gegenüber, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

„Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt stark gebremst“, zieht Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahrs Anfang August eine erste Bilanz. „Bewerber und Betriebe hatten es in diesem Jahr deutlich schwerer, zueinander zu finden, als dies üblicherweise der Fall ist“, erläutert er. So waren Ende Juli noch 643 gemeldete Ausbildungsstellen unbesetzt, 47 mehr als im Juli vor einem Jahr. „Aber der Ausbildungsmarkt nimmt zum Endspurt noch einmal Fahrt auf“, berichtet Fahnemann.

Auswahlprozess war verspätet

So waren vor einem Monat noch 838 freie Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 195 konnten seit Juni besetzt werden. „Viele Unternehmen konnten in diesem Jahr erst verspätet in die Auswahlprozesse einsteigen. Aber die Arbeitgeber möchten ihre Ausbildungsstellen noch vergeben. Denn auch nach dem 1. August kann man noch problemlos in die Ausbildung einsteigen“, erklärt er.

Daher sei es unbegründet, wenn Jugendliche glauben, dass sie nun keine Chance auf einen passenden Ausbildungsplatz hätten, betont der Agenturchef. „Aber jetzt müssen sich Bewerber auch intensiv bemühen“, macht Fahnemann deutlich. Von den 1190 Jugendlichen, die sich seit Oktober bei der Berufsberatung gemeldet haben, haben zwei Drittel schon einen Ausbildungsbetrieb oder einen Platz an einer weiterführenden Schule gefunden. 347 Bewerber waren nach Angaben der Agentur für Arbeit Ende Juni noch ohne Ausbildungsstelle.

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