Dirt-Bike-Park im neuen York-Quartier
Fahrradfahren mit Fun-Faktor

Münster -

Mit dem Fahrrad über Hügel, Erdwälle und Schotterwege: Das macht die Trendsportart Dirt-Bike aus. In Gremmendorf soll auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne jetzt ein Park dafür entstehen.

Montag, 10.08.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 18:20 Uhr
Dirt-Bike-Park im neuen York-Quartier: Fahrradfahren mit Fun-Faktor
Die Jugendlichen Tim, Tim, Luis, Tom und Finn (v.l.) hoffen auf einen Dirt-Bike-Park im neuen York-Quartier. Ortstermin mit KonvOY-Geschäftsführer Stephan Aumann und Fachstellenleiter Jörg Hoffmann (r.) vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. Foto: Presseamt  Münster

Die Trauer war groß, als im Mai die seit vielen Jahren im Gremmendorfer Wald hinter dem Normannenweg befindliche, privat angelegte, BMX-Strecke zurückgebaut werden musste. Rechtlich, so ließen die Behörden damals wissen, gab es nach einer Beschwerde aus der Bevölkerung, trotz jahrelanger Duldung des Waldeigentümers, keine andere Option. Eltern und Jugendliche versuchten noch zu retten, was nicht mehr zu retten war. Doch ihr Engagement trägt nun trotzdem Früchte.

Denn wie Stadt und lokale Politiker zu Beginn der Woche öffentlich bekanntgaben, soll schon im kommenden Jahr ein neuer, sogenannter Dirt-Bike-Park, auf der Fläche der ehemaligen York-Kaserne entstehen – vorausgesetzt die BV Süd-Ost stimmt in der kommenden Woche einer bereits ausgearbeiteten Verwaltungsvorlage zu – und genau davon ist auszugehen. Die Stadt würde dann ein Versprechen einlösen können, dass sie den Jugendlichen schon vor dem Rückbau der ursprünglichen Anlage gegeben hatte.

"Radfahren mit Fun-Faktor"

Die guten Aussichten für das Projekt in der BV resultieren daraus, dass sich auch die Lokalpolitiker Andreas Nicklas (CDU) und Mathias Kersting (SPD) für eine schnelle und gute Verwirklichung eingesetzt hatten. Man habe den Wahlkampf ruhen lassen, teilten die beiden via sozialer Medien mit, und habe eine sachorientierte Lösung gefunden.

Und diese Lösung sieht einiges vor. Eingebettet in den westlichen Teil der ehemaligen York-Kaserne, der ein Landschaftspark werden soll, soll die Anlage errichtet werden. „Radfahren mit Fun-Faktor – das gehört in einer Fahrradmetropole wie Münster quasi zur Grundausstattung“, unterstreicht Konvoy-Geschäftsführer Stephan Aumann am Montag in einer städtischen Pressemitteilung.

Erdwälle und Schotterwege

Vorgesehen sei demnach eine modellierte Landschaft aus Erdwällen und -hügeln. Die Oberfläche, die zum Teil aus Schotter und zum Teil aus gestampfter Erde bestehen solle, sorge dann für einen abwechslungsreichen Parcours. Wie genau die Strecke aber am Ende aussehe, sollen die zukünftigen Nutzer gemeinsam mit Fachplanern in einem Workshop erarbeiten. Auf jeden Fall werde der Park Anfängern wie Fortgeschrittenen gleichermaßen Fahrspaß bieten. Laut Plan werden die Böschungen begrünt, die Anlage selbst soll mit Bäumen und Sträuchern harmonisch in die Umgebung eingebunden werden.

Ein weiterer Clou: „Wir könnten bei dem Bau der Anlage Recyclingmaterial aus den Abbruchmaßnahmen der ehemaligen York-Kaserne verwenden – das wäre ein spannender Ansatz“, sagt Aumann. Das sei einerseits nachhaltig und spare zudem Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro. Übrig bleibe am Ende eine Bausumme von rund 85 000 Euro, getragen von der Konvoy-Entwicklungsgesellschaft.
Geplant sind die Arbeiten für das zweite Quartal 2021

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