Neue Smart-City-Anwendung
Die Buspositionen jederzeit im Blick

Münster -

Wo ist die Linie 14 in Richtung Zoo gerade und wie lange muss ich noch an der Bushaltestelle auf sie warten? Münsteraner können sich solche Fragen ab sofort mit einer neuen City-Anwendung beantworten. Damit verfolgen die Stadtwerke ein klares Ziel.

Dienstag, 11.08.2020, 10:30 Uhr
Neue Smart-City-Anwendung: Die Buspositionen jederzeit im Blick
Bis zu 180 Stadtbusse sind in Münster gleichzeitig unterwegs. Im interaktiven Liniennetzplan der Stadtwerke lassen sich nun die genauen Positionen aller Busse und ihre aktuelle Verspätung ablesen. Foto: Stadtwerke Münster

Jederzeit alle bis zu 180 Stadtbusse im Blick – das geht ab sofort auf dem interaktiven Liniennetzplan der Stadtwerke unter www.netzplan-muenster.de . Dort hat der Mobilitätsdienstleiter eine neue Funktion eingerichtet, die in Echtzeit die Position aller „blauen“ Stadtbusse und ihre aktuelle Verspätung anzeigt. Und auch die Fahrplanauskunft auf Google Maps bekommt Live-Daten aus den Bussen, kann bald also ebenfalls Verspätungen einrechnen, heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke.

„Den Bus zu nutzen muss so einfach wie nur möglich sein. Egal ob Heraussuchen der Verbindung oder des günstigsten Tickets: Wir möchten Barrieren abbauen. Die neuen Funktionen sind ein Teil dieser Bemühungen, weitere sind in Arbeit“, erklärt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke. So soll es auch in der "münster:app" zukünftig möglich werden, schon in der Fahrplanauskunft die aktuelle Position des Busses auf einer Karte zu sehen und so jederzeit im Blick zu haben, wann er an der Haltestelle ist.

Chancen der Smart City

Daten zu verwenden, um das Leben der Münsteraner einfacher zu machen, ist auch als Smart City bekannt. In diesem Bereich sehen die Stadtwerke viele Chancen und haben den Ausbau daher in ihrer Strategie festgeschrieben. „Dabei möchten wir aber nicht auf den Daten sitzen oder sie nur großen Konzernen wie Google zur Verfügung stellen. Wenn möglich, sollen auch Programmierer und Interessierte aus Münster sie frei verwenden können, ganz im Sinne von ‚Open Daten‘“, erklärt Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Stadtwerke-Geschäftsführung.

So können findige Programmierer unter api.busradar.conterra.de die Dokumentation für viele Daten rund um den ÖPNV aufrufen und diese für eigene Projekte verwenden. Die Stadtwerke arbeiten bei der Datenvisualisierung bereits seit Jahren mit dem münsterischen Unternehmen Conterra zusammen.

Daten für den Münsterhack

Auch für den Münsterhack, den jährlichen Hackathon, stellen die Stadtwerke schon seit der ersten Auflage Daten bereit, mit denen Interessierte arbeiten und smarte Lösungen für Münster entwickeln können. Der vierte Münsterhack findet am 25. und 26. September statt, erstmals auch mit der Möglichkeit, nur online teilzunehmen. Ziel ist es, gemeinsam Ideen und Prototypen zu entwickeln, um Münster noch lebenswerter zu machen. 

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