Neue Corona-Schutzverordnung
Schwerpunktkontrollen in Bussen möglich

Münster -

Ab Mittwoch (12. August) müssen Maskenverweigerer in Bus und Bahn ohne vorherige Aufforderung ein Bußgeld von 150 Euro zahlen. Auch für Münsters Stadtbusse werden Schwerpunktkontrollen angekündigt. Neue Corona-Zahlen gibt es heute allerdings nicht.

Dienstag, 11.08.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 14:03 Uhr
Nicht nur in Bussen und Bahnen, sondern auch auf dem Wochenmarkt gilt eine permanente Maskenpflicht.
Nicht nur in Bussen und Bahnen, sondern auch auf dem Wochenmarkt gilt eine permanente Maskenpflicht. Foto: Matthias Ahlke

Zunächst vorweg: Heute (11.8.) wird es keine neuen Zahlen über die Neuinfizierten mit dem Coronavirus geben. Grund dafür sind die massiven technischen Störungen in mehreren Behörden der Stadt .

Dennoch gibt es Neuigkeiten: Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Corona-Schutzverordnung bis zum 31. August verlängert und um mehrere Punkte ergänzt. Die wohl weitreichendste Änderung: Wer in Bussen und Bahnen keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, wird nicht mehr verwarnt, sondern muss direkt ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

Steigende Fahrgastzahlen vermutet

„Ich begrüße das sehr. Mit dem Ende der Schulferien werden die Fahrgastzahlen wieder steigen, da ist die Einhaltung dieser Schutzregel besonders wichtig“, sagt Ordnungsdezernent und Corona-Krisenstabschef Wolfgang Heuer. Er könne sich gut vorstellen, dass der kommunale Ordnungsdienst im Rahmen von Schwerpunktaktionen Kontrollen durchführen werde. Da bei Schwerpunktkontrollen Mitarbeiter von anderen Aufgaben kurzfristig abgezogen werden, könne man nicht permanent kontrollieren. „Aber es ist ein probates Mittel, um immer wieder wirksam einzugreifen“, so Heuer.

Heuer hält die Verlängerung der Corona-Schutzverordnung für nachvollziehbar, damit werde „den ansteigenden Infektionszahlen Rechnung getragen.“ Durch den Start von Schulen und Kitas gebe es schließlich „einen großen Schritt in Richtung Normalität“.

Regeln gelten bis Ende August

Apropos: Auch die Corona-Betreuungsverordnung, die den Schulalltag regelt, wurde zeitlich passend zum Ende der Schulferien angepasst: Teil davon ist die bereits angekündigte Maskenpflicht auf dem Schulgeländen ab Klasse fünf. Laut Heuer gehe es nun darum, den Schulstart gut hinzubekommen und gegebenenfalls „das ein oder andere nachzujustieren“. Das sei, auch ohne weitere Lockerungen, für alle Beteiligten schon anspruchsvoll genug.

Außerdem erinnert Heuer daran, dass die jetzigen Regeln vorerst nur bis Ende August gelten werden. Danach werde die Corona-Lage neu eingeschätzt und im Zuge dessen auf die Verordnung neu bewertet. Auffällig sei zudem, dass die aktuell Infizierten allesamt leichte Krankheitsverläufe aufweisen. Seit dem 1. August wurde kein Infizierter mehr wegen seiner Infektion stationär behandelt.

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