Parkhaus Bremer Platz
Lastenfahrrad-Sharing startet in Münster

Münster -

Carsharing? Klar, kennt man seit Jahren. Lastenfahrrad-Sharing? Ist neu, zumindest bei Stadtteilauto. Zwei „Lasta Cargobikes“ stehen künftig im Parkhaus Bremer Platz zur Verfügung.

Mittwoch, 12.08.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 18:25 Uhr
Die beiden Geschäftsführer Till Ammann (Stadtteilauto) und Peter Todeskino (WBI) präsentieren die beiden „Lasta Cargobikes“, die künftig im Parkhaus Bremer Platz
Die beiden Geschäftsführer Till Ammann (Stadtteilauto) (l.) und Peter Todeskino (WBI) präsentieren die beiden „Lasta Cargobikes“, die künftig im Parkhaus Bremer Platz Foto: spe

Was haben ein gebrauchter Kleinwagen und ein neues Lastenfahrrad mit Elektromotor gemeinsam? Den Preis: 5000 Euro wird man rechnen müssen. Da kommen selbst überzeugte Radfahrer ins Grübeln, die über ein „Cargobike“ als Alternative zum Lastentransport in der Innenstadt ernsthaft nachdenken. Zumal das städtische Lastenradförderprogramm 2020 seine Grenzen überschritten hat: Seit zwei Monaten werden nach Angaben der Stadt keine Förderanträge mehr angenommen.

Doch wer nicht kaufen will, kann teilen: Im Parkhaus Bremer Platz sind ab Samstag (15. August) zwei „Lasta Cargobikes“ stationiert. Sie gehören zum Fuhrpark der „Stadtteilauto Car­Sharing Münster GmbH“, die in dem von der Westfälischen Bauindustrie (WBI) betriebenen Parkhaus bereits 30 Stadtteilautos stationiert hat. Eines der beiden Räder verfügt über eine abschließbare Transportbox für den Großeinkauf, das andere über einen Kindersitz für den Transport zur Kita oder ins Grüne. Die ersten 200 Meter müsse man üben, meint Stadtteilauto-Geschäftsführer Till Ammann. Dann läuft’s.

Zugangschip am Fahrzeugschlüssel

Dass die Zusammenarbeit von Stadtteilauto und WBI nun auch Zweiräder betrifft, hat für die Kunden einen angenehmen Nebeneffekt: Wer mit dem Stadtteilauto unterwegs ist, kann die eigene Leeze solange ins Radlager einstellen. Der Zugangschip befindet sich am Fahrzeugschlüssel.

Für Stadtteilauto sind die Lastenräder, Fahrräder überhaupt, eine Premiere. „Dass wir an diesem Verkehrsknotenpunkt nun die Anknüpfung ans Fahrrad schaffen, zeigt, dass wir uns in Richtung einer echten Verkehrswende bewegen“, meint Till Ammann. Das Projekt zeige einen Weg auf, wie verschiedene Mobilitätsträger verknüpft werden könnten.

Insgesamt fünf Lastenräder

Stadtteilauto hat insgesamt fünf Lastenräder angeschafft: Zwei weitere sind an der Geschäftsstelle an der Mondstraße stationiert, ein weiteres ist firmenintern im Einsatz.

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