Auswertung der AOK Nord-West
Hautkrebs-Screening wird weniger genutzt

Münster -

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Doch die vorsorgliche Hautkrebs-Untersuchung wird laut aktuellen Zahlen immer weniger genutzt. Dabei übernehmen die Krankenkassen ab einem gewissen Alter die Kosten der Untersuchung.

Donnerstag, 13.08.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 15:20 Uhr
Beim Hautkrebs-Screening sucht der Arzt verdächtige Pigmentmerkmale wie Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken.
Beim Hautkrebs-Screening sucht der Arzt verdächtige Pigmentmerkmale wie Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Foto: AOK/hfr

Das Hautkrebs-Screening wird in Münster immer weniger genutzt. Das belegt eine Auswertung der AOK Nord-West. Danach gingen im vergangenen Jahr lediglich 12,7 Prozent der AOK-Versicherten zur ärztlichen Früherkennung von Hautkrebserkrankungen. Der Anteil der Frauen lag mit 54,3 Prozent höher als der der Männer. Über die Jahre sei ein kontinuierlicher Rückgang zu beobachten, teilt die AOK mit. Vor fünf Jahren habe der Anteil bei über 16 Prozent gelegen. „Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt der stellvertretende AOK-Serviceregionsleiter Michael Faust.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach aktuellsten Zahlen des NRW-Krebsregisters erkrankten landesweit im Jahr 2016 fast 50 000 Menschen neu an Hautkrebs, 814 Todesfälle wurden registriert.

Hautkrebs möglichst früh erkennen

Durch das Hautkrebs-Screening sei es möglich, Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen, heißt es weiter. Das sei umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursache.

Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken ab. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät Faust.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Untersuchung ab dem 35. Lebensjahr. Wer bei der AOK Nord-West versichert ist, kann die Untersuchung bereits mit 20 Jahren machen lassen.

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