Rue Obscure lädt zur begehbaren Installation in die York-Kaserne
Geheimnisvolle Zeitfenster

Münster -

Was ist, wenn Zeit anders vergeht, als wir es immer kennen? Wenn die Zeit sich teilt? Wenn die Zeit gleichzeitig vergeht? Wenn es verschiedene Zukunften gibt? So metaphysisch das klingt: Münsters geheimnisvollstes Theater, „Rue Obscure“, will Zuschauer Erfahrungen machen lassen, die Antworten auf jene Fragen geben können. „Die Tür“ lautet der Titel der begehbaren Installation, die magisch werden soll.

Freitag, 14.08.2020, 18:30 Uhr
„Rue Obscure“ lockt mit einem geheimnisvollen, poetisch-lyrischen Erlebnis-Parcours in die York-Kaserne.
„Rue Obscure“ lockt mit einem geheimnisvollen, poetisch-lyrischen Erlebnis-Parcours in die York-Kaserne. Foto: Sven Stratmann

Was ist, wenn Zeit anders vergeht, als wir es immer kennen? Wenn die Zeit sich teilt? Wenn die Zeit gleichzeitig vergeht? Wenn es verschiedene Zukunften gibt? So metaphysisch das klingt: Münsters geheimnisvollstes Theater, „Rue Obscure“, will Zuschauer Erfahrungen machen lassen, die Antworten auf jene Fragen geben können. „Die Tür“ lautet der Titel der begehbaren Installation, die magisch werden soll.

Anne Keller, die zusammen mit Karina Behrendt, Katharina Kolar, Nadja Berkenkopf für das Konzept verantwortlich zeichnet, charakterisiert die Produktion als „philosophisch inspiriert“. Der globalisierte Mensch habe auf der einen Seite unendlich viele Informations- und Erfahrungsmöglichkeiten und sehne sich auf der anderen Seite nach einer Reduktion von Komplexität.

„Die Tür“ behandelt die Zeit und ihre Verzweigungen. Das erfordert einen besonderen Ort: die York-Kaserne. Rue Obscure ergreift die letzte Gelegenheit, einen Teil des Areals, die riesigen Kfz-Hallen, für Besucher zu öffnen, bevor das gesamte Gelände durch die städtische Konvoy GmbH zum Wohnquartier umgebaut wird. Derzeit werde in der Kaserne „ganz klassisch gesägt, geschraubt und probiert“. Keller: „So kann der Zuschauer ein vollständiges Eintauchen in eine Realität erleben, die eine Verbindung mit Magie eingeht. Und zwar voll analog.“

Die Weltenbauer von Rue Obscure wollen einen geheimnisvollen, poetisch-lyrischen Erlebnis-Parcours erschaffen, der zum kompletten Eintauchen in eine andere Welt lockt. Inspiriert durch die Zusammenarbeit mit dem Interaction-Designer Mathias Prinz (machina eX) gestalten sie ein analoges Setting, das zur unerwarteten Entschlüsselung der Wahrnehmung von Zeiten verführt. Jeder Besucher kann selbst entscheiden, welchen Weg er wählt, und tritt seine Reise durch Vergangenheiten, Gegenwarten und Zukünfte an. Parallelstränge laufen ins Unendliche, Zukünfte werden aufgesplittet und gewohnte Wahrnehmungskonstrukte gegen den Strich gebürstet, wie es in der Ankündigung heißt.

Inspiriert ist die geheimnisvolle Arbeit zwischen magischen Realismus und Surrealismus durch Künstler wie David Lynch, Robert Wilson oder auch Gregor Schneider, der bei den Skulptur-Projekten 2017 im Landesmuseum eine befremdliche Privatwohnung installiert hatte.

  • Der Filmkünstler Sven Stratmann lässt auf demselben Gelände die Videoinstallation „force of habit“ entstehen, die im Anschluss an den Gang durch „Die Tür“ besucht werden kann.
  • Ferner bietet Rue Obscure am 31. August und 1. September im Kloster Bentlage sowie am 10. September in der Stadtbücherei Münster einen sogenannten reflexiven Spaziergang „Im Garten verzweigter Pfade“ an.

Die Premiere ist am 27. August, weitere Spieltermine am 28., 29. und 30. August sowie 2., 3., 4. und 5. September jeweils im Zeitraum von 17.30 bis 21.30 Uhr; Ort: York-Kaserne, Albersloher Weg 450; Dauer: 60 Minuten. Der Einlass erfolgt 20 Minuten vor der auf dem Ticket angegebenen Zeit, in zehnminütigen personalisierten Zeitfenstern. Karten (15 / 10 Euro plus VVK-Gebühr) ausschließlich im Vorverkauf über:

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