Vier Jungtiere
Nachwuchs bei den Geparden im Allwetterzoo

Münster -

Gute Nachrichten aus dem Allwetterzoo: Bei den Geparden wurden im August gleich vier Jungtiere geboren. Noch in diesem Jahr soll außerdem eine neue Katzenart in den Zoo an der Sentruper Höhe einziehen.

Mittwoch, 26.08.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 18:56 Uhr
Vier Jungtiere: Nachwuchs bei den Geparden im Allwetterzoo
Das Foto zeigt die Geparden-Jungtiere, die nun einige Tage alt sind. Foto: Allwetterzoo Münster

Samtpfoten sind die Helden von zahllosen Internetvideos. Auch im Allwetterzoo Münster begeistern die verschiedenen hier lebenden Katzen die Menschen. Neben Tiger, Löwe und Leopard sind insbesondere die Geparde im Allwetterzoo Münster eine besondere Attraktion. Zuletzt gab es vor knapp zwei Jahren Nachwuchs, für den die damalige Bundesumweltministerin Svenja Schulze und den amtierenden Oberbürger­meister aus Münster, Markus Lewe, die Patenschaft übernommen hatten.

Doch die drei Katzen sind mittlerweile herangewachsen, so dass sie wie im Freiland die Mutter verlassen und in Kürze in den Bioparc de Doué la Fontaine in Frankreich umziehen. Doch das bedeutet nicht, dass das Geparden Gehege deswegen leerer wird. „Wir freuen uns, dass wir wieder Nachwuchs haben“, sagt die Geschäftsführerin des Allwetterzoos, Dr. Simone Schehka, in einer Pressemitteilung. „Gleich fünf Jungtiere hat unsere „Isantya“ zur Welt gebracht. Allerdings hat ein Welpe nicht überlebt.“ Was zum Tod geführt hat, wird derzeit in der Pathologie geklärt, ein normaler Vorgang bei Wirbeltieren.

Zweite erfolgreiche Zucht mit Isantya

Isantya kam erst im Juni 2017 in den Allwetterzoo Münster. Es ist bereits die zweite erfolgreiche Zucht mit der Katze. „Geparde sind stark von der Ausrottung bedroht und die Zucht in Zoos ist sehr schwierig“, erklärt Zootierarzt Dr. Carsten Ludwig.

Die Gepardin kümmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs. Die Jungtiere wurden von ihr in der Höhle auf der Gepard-Anlage am 18. August zur Welt gebracht. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig, haben aber noch ihre Augen und Ohren geschlossen. „Wir bitten die Zoobesucher um Geduld und vor allem Ruhe bei der Suche nach dem Wurf. Ein Tipp vom Zoo – mit einem Fernglas können Mutter und Jungtiere besonders gut beobachtet werden, sind aber momentan häufig nicht zu sehen“, erklärt Dr. Simone Schehka. Das Team des Allwetterzoos geht davon aus, dass die Tiere aber zum Ende des Monats September regelmäßig auf der Anlage zu beobachten sind.

Gepard im Baum

Bei den Geparden gibt es Nachwuchs. Foto: Allwetterzoo Münster

Goldkatze musste eingeschläfert werden

Neben der Erfolgsmeldung bei den Geparden, hat der Allwetterzoo aber auch einen Verlust zu vermelden. So musste die Goldkatze von den Tierärzten leider eingeschläfert werden. „Das Tier zeigte unterschiedliche altersbedingte Erkrankungen. Es bestanden trotz intensiver pflegerischer und medizinischer Begleitung keine weiteren Optionen mehr den Kater zu unterstützen.  Am Ende war sich das Team aus Kuratoren, Zootierpflegern und Tierärzten einig. Die Lebensqualität des Katers war nicht mehr gegeben“, so die Geschäftsführerin.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Damit hat ein weiterer Zoo in Deutschland diese besonderen Tiere nicht mehr in der Zucht. Denn der Allwetterzoo wird keine neue Goldkatze mehr aufnehmen. Der Grund hierfür ist, dass diese Tiere auch in der Natur nur schwer zu beobachten sind und es nur wenige Daten über ihre Lebensweise gibt. Deswegen ist auch die Nachzucht dieser bedrohten Art in Zoos sehr schwierig und nur selten von Erfolg gekrönt. „Entsprechend gering ist der Bestand an Tieren, die im Rahmen des EEPs (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) in Zoos leben und auf die zoologischen Einrichtungen verteilt werden können. Deswegen wird das Gehege nun für eine neue Art umgebaut.“

Fossa zieht in den Allwetterzoo ein

Noch in diesem Jahr wird der Allwetterzoo eine neue Tierart, die sowohl Merkmale von Katzen, Mangusten sowie Schleichkatzen hat, bekommen. Dabei handelt es sich um ein in seiner Heimat Madagaskars gefährdetes Raubtier. „Die bis zu zwölf Kilogramm schwere Fossa, auch Frettkatze genannt, ist das größte Landraubtier auf Madagaskar und ernährt sich in der Natur bis zu 50 Prozent von Feuchtnasenaffen. Kein anderes Landraubtier hat sich so auf die Jagd von Primaten  spezialisiert“, erklärt der für die Tiere zuständige Kurator Marcel Alaze über die neue Tierart auf. „Vorerst werden wir ein Weibchen dieser gefährdeten Art zeigen. Im nächsten Jahr werden wir im Rahmen des EEP ein Brudertrio zu uns holen.“

Die Fossa ist auf intakte Wälder angewiesen. Wegen der fortschreitenden Zerstörung der Wälder auf Madagaskar und der Verfolgung durch den Menschen nehmen die Bestände laufend ab. Nach den letzten verfügbaren Daten wird die Gesamtzahl noch auf 2600 bis 8600 Tiere geschätzt. Die Art gilt daher aufgrund einer Beurteilung aus dem Jahr 2015 als gefährdet. Zudem wird die Katze in ihrer Heimat zur Gewinnung von Fleisch als Nahrungsmittel und von Körperteilen für die traditionelle Medizin gejagt. Bei der Landbevölkerung sind sie unbeliebt, weil sie Hühner und Ferkel töten, und werden deswegen auch von ihnen verfolgt.

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