Streit in Flüchtlingsheim
Vier Festnahmen und 18-Jähriger weiter in Lebensgefahr

Münster/Telgte -

Nach einer Auseinandersetzung in einem Telgter Flüchtingsheim hat die Polizei vier Männer festgenommen. Ihnen wird unter anderem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Ein 18-Jähriger schwebt weiter in Lebensgefahr.

Dienstag, 01.09.2020, 12:23 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 12:50 Uhr
Streit in Flüchtlingsheim: Vier Festnahmen und 18-Jähriger weiter in Lebensgefahr
Foto: dpa (Symbolbild)

Nach der Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in Telgte hat die Polizei vier Männer im Alter von 29 bis 40 Jahren festgenommen. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf und der Polizei Münster hervor. Der 18-jährige Münsteraner, der bei der Auseinandersetzung schwer verletzt wurde, schwebe zudem weiter in Lebensgefahr.

Ein Richter folgte noch am Montag dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ insgesamt vier Haftbefehle. Gegen einen 29-Jährigen sowie einen 40-Jährigen - beide Bewohner der Flüchtlingsunterkunft - wurde der Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Die beiden sollen dem 18-Jährigen schwere Kopfverletzungen zugefügt haben.

Gefährliche Körperverletzung und Beihilfe

Ein weiterer 29-Jähriger - der Bruder des 18-Jährigen - muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten.

Dem 30-Jährigen, der mit einem Auto vom Tatort flüchtete und in Münster festgenommen wurde, wird der Verdacht der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen. Außerdem umfasst der Haftbefehl den unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln.

Ermittlungen dauern an

Die beiden 29-Jährigen und der 40-Jährige sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen insbesondere zu den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an.

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