Ehemaliges Osmo-Areal
Verträge für 690 neue Wohnungen am Hafen unterzeichnet

Münster -

Seit vielen Jahren liegt das ehemalige Osmo-Areal brach. Doch jetzt hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit drei Investoren die Verträge für ein neues Quartier unterzeichnet. Der "Stadthafen Nord" soll Wohnen und Arbeiten vereinen. 

Mittwoch, 02.09.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 16:54 Uhr
Ehemaliges Osmo-Areal : Verträge für 690 neue Wohnungen am Hafen unterzeichnet
So könnte es in einigen Jahren am Stadthafen von Münster aussehen. Zu sehen ist das Projekt Kuhr. Foto: Visualisierung: Kleihues + Kleihues

Die Stadt Münster hat gemeinsam mit den drei Investoren die Verträge für das neue Quartier am Stadthafen Nord unterzeichnet. Investoren sind laut Mitteilung der Stadt die Hafenviertel GmbH, die JKM Projektentwicklungs GmbH und die LVM. Die Unterschriften setzen den Schlusspunkt unter eine lange Planungs- und Verhandlungsetappe.

Die Stadt bezeichnet die Unterzeichnung der Verträge als "Meilenstein", der gleichzeitig den Startschuss für das Bauleitplanverfahren bedeute: Auf dem ehemaligen Osmo-Areal zwischen Stadthafen 1 und Schillerstraße soll ein neues Quartier mit circa 690 Wohneinheiten sowie Büros, Hotel- und Gastronomiebetrieben mit bis zu 2000 Arbeitsplätzen entstehen.

"Urbanes Quartier mit großer Vielfalt" am Stadthafen von Münster

"Das war ein wichtiger Tag für die Entwicklung in Münsters Stadthafen", zeigt sich Stadtbaurat Robin Denstorff zufrieden nach der Vertragsunterzeichnung. "Auf der Basis der nun geschlossenen Rahmenvereinbarung wird ein urbanes Quartier mit großer Vielfalt entstehen. Unserem Qualitätsanspruch an Städtebau, Gebäude- und Freiraumgestaltung konnten wir mit den Eigentümern im Konsens vereinbaren. Auch konnten wir die Integration geförderten Wohnens nach dem Modell der sozialgerechten Bodennutzung und die Schaffung einer Kita und eines Spielplatzes vereinbaren. Ich freue mich nun auf die Planungsphase und Umsetzung, in der wir die kooperative Zusammenarbeit aller Akteure fortführen werden." 

Die Vertragsinhalte versprechen laut Mitteilung der Stadt ein urbanes Quartier, das in vielfacher Weise Maßstäbe setze. "Bei allen anstehenden Vorhaben werden diejenigen Faktoren großgeschrieben, die ein innovatives Quartier der Zukunft ausmachen", so Denstorff. 

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So könnte es in einigen Jahren am Stadthafen von Münster aussehen. Zu sehen ist das Projekt LVM. Foto: Visualisierung: Manfred Bukowski Architekten

Wohnen und Arbeiten am Hafen

Eine große Wohnvielfalt innerhalb der 690 Wohneinheiten sei unter anderem. dank der 30-Prozent-Quote von gefördertem Wohnraum gegeben. Es sollen somit auch preiswerte Wohnangebote für Studierende, Familien, Auszubildende und betreutes Seniorenwohnen entstehen.  

Der Nutzungsmix – in den Schwerpunkten Wohnen, Büro/Dienstleistung, Hotel, Gastronomie, Kita – sichere ein belebtes und belebendes Umfeld. "Im Quartier werden sich die künftigen Bewohner und die Beschäftigten ebenso gerne aufhalten wie die Besucher", verspricht die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Bei der Gestaltung stehe eine hohe Wertigkeit im Fokus, unter anderem mit begrünten Straßen, ansprechenden Plätzen und Freiflächen sowie Gebäuden von hoher architektonischer Qualität. "Der verbreiterte Hafenweg sowie eine breite zentrale Achse quer durch das Gebiet versprechen durch ihre Nutzung als Fuß- und Radweg zusätzliche Aufenthaltsqualitäten", heißt es weiter.

Planungen für fünfeinhalb Hektar großes Areal

Das fünfeinhalb Hektar große Areal eröffne neue Wege und Verbindungen: Es erweitere den Stadtteil Herz-Jesu und bringe ihm neue Zugänge zum Hafenbecken, wo die frühere industrielle Nutzung für Barrieren sorgte. 

Auch mit Blick auf energetische und ökologische Standards werden im Quartier Vorzeigeprojekte im Sinne einer zeitgemäßen Nachhaltigkeit realisiert, so die Stadtverwaltung. Ein zukunftsorientiertes Mobilitätsangebot mit Mobilitätstationen, Parkplätze für Lastenräder und Angebote von Sharingdiensten sollen Anreize zur Nutzung klimafreundlicher Fortbewegungsmittel schaffen.

Mit dem Beginn der Bauleitplanung wird nun die Planung konkretisiert. Die Öffentlichkeit soll frühzeitig beteiligt werden.

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