Redaktion auf Wohnungsdebatte
FDP: Grüne verdrängen Familien ins Umland

Münster -

Die FDP in Münster umwirbt eine Woche vor der Kommunalwahl vor allem Familien. Das Thema Wohnen rückt dabei in den Mittelpunkt. Die FDP ärgert sich vor allem über Aussagen der Grünen.

Donnerstag, 03.09.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 20:00 Uhr
Jörg Berens (FDP)
Jörg Berens (FDP) Foto: Oliver Werner

Gut eine Woche vor der Kommunalwahl möchte Münsters FDP gezielt junge Familien umwerben. In einem Positionspapier, das der Spitzenkandidat Jörg Berens und der Kreisvorsitzende Paavo Czwikla am Donnerstag vorstellten heißt es: „Anstatt dem Traum vom Eigenheim Raum in Münster zu geben, verschärfen CDU, SPD und Grüne die Not durch neue Standards beim Haus- und Wohnungsbau. Als Freie Demokraten wolle wir einen einen anderen Weg gegen und Familien unterstützen.“

Ziel der städtischen Politik müsse es wieder werden, dass „Familie wieder in Münster sesshaft werden können“.

Damit spielt die FDP auf eine jüngst veröffentlichte Statistik an, wonach die Altersgruppe der 40- bs 49-Jährigen in Münster seit 2011 um knapp 20 Prozent geschrumpft ist .

Konzentration auf Altbausanierung

Deutlich verärgert war Berens auch über eine Äußerung des GAL-Ratsherrn Gerhard Joksch. Er hatte in der jüngsten Ratssitzung am vergangenen Mittwoch die These aufgestellt, dass Gebäude, die nach dem hohen Energieeffizienzstandard „KfW 40“ gebaut werden, nicht teurer seien als Gebäude mit dem niedrigeren Wert „KfW 55“. Nach eigenen Recherchen, so Berens, betrage der Preisunterschied bezogen auf ein Reihenhaus rund 25.000 Euro.

Eindringlich forderte Berens die Grünen auf, sich beim Thema Klimaschutz und Energieeinsparung auf die Altbausanierung zu konzentrieren, anstatt die ohnehin schon hohen Standards bei Neubauten noch höher zu treiben. Nicht so einkommensstarke Bevölkerungsteile würden vertrieben.

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