Nach Kündigung für Kita
Regenbogenkinder suchen weiter neue Räume

Münster -

Seit Monaten sucht die Kita Regenbogenkinder neue Räume, da ihr der Vermieter gekündigt hat. Bislang zeichnet sich jedoch keine konkrete Lösung ab. Die Verzweiflung wächst.

Mittwoch, 09.09.2020, 09:00 Uhr
Nach Kündigung für Kita: Regenbogenkinder suchen weiter neue Räume
Ulrike Häupl von der Kita Regenbogenkinder – hier mit Tochter Edda – hofft, bald neue Räumlichkeiten für die Einrichtung zu finden. Foto: Oliver Werner

Bis Ende September muss die Kita Regenbogenkinder zunächst ihre Sozialräume im Obergeschoss räumen, bis 2021 die Räumlichkeiten an der Kolpingstraße komplett verlassen . Der Vermieter hat mit der Immobilie andere Pläne (wie berichteten).

Doch die Suche nach einem Standort gestaltet sich schwerer als erwartet. Obwohl die Verantwortlichen schon vor Monaten die Kündigung erhalten hatten, haben sie noch immer keine neuen Räumlichkeiten gefunden.

Lewe und Todeskino nennen Ideen für Kita-Standort

Dabei hörte sich das, was Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) und Oberbürgermeisterkandidat Peter Todeskino (Grüne) in der vergangenen Woche bei einem Livestream unserer Zeitung sagten, eigentlich gar nicht so schlecht an. Der neue Standort „soll ja am Hoppegarten sein“, merkte Todeskino an. Darauf entgegnete Markus Lewe, es gebe „noch eine andere Idee“, an der man dran sei.

Am Montagnachmittag hatte Ulrike Häupl, Mitglied der Immobiliengruppe der Elterninitiative, die die Einrichtung trägt, einen Termin beim Jugendamt – doch dabei bliebt der erhoffte Durchbruch aus, so Häupl. „Es gab nichts Konkretes“, bedauert sie.

Kita stellt sich auf Flexibilität ein

Mehrere Immobilien seien bereits geprüft worden – ohne Ergebnis. Mal scheiterte es an den Rahmenbedingungen, mal am Brandschutz. Aktuell würden weitere zwei Alternativstandorte geprüft, berichtet Häupl. Ein Ergebnis stehe noch nicht fest, sollte allerdings eine der beiden Optionen passen, dann würde sie auf keinen Fall schon im März zur Verfügung stehen. „Es würde dann auf eine Interimslösung hinauslaufen“, berichtet sie.

Die Kita, die seit 1990 an der Kolpingstraße ist und in der aktuell 17 Kinder betreut werden, stellt sich nach ihren Angaben darauf ein, dass in den kommenden Monaten Flexibilität gefragt sein wird. Zugleich lobt Ulrike Häupl die Bemühungen von Politik, Verwaltung und Bürgern, ein neues Zuhause für die Regenbogenkinder zu finden.

Kita bittet Münsteraner um Mithilfe

„Die Zeit rennt“, wird Häupl allmählich ungeduldig. Daher bittet sie alle Münsteraner, die eine womöglich passende Immobilie haben, sich zu melden – auch, wenn diese nur vorübergehend zur Verfügung stehen sollte. Zudem hat die Kita 1500 Flyer sowie „Regenbogenglückssteine“ mit ihren Social-Media-Kontakten verteilt.

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