Klimaneutralität bis 2030
Pötterhoekschule wird energetisch saniert

Münster -

Die Stadt Münster möchte klimaneutral werden - und das bis 2030. Ein wichtiger Baustein ist die energetische Sanierung von Gebäuden. Schon bald bekommt deshalb die Pööterhoekschule eine neue Fassade.

Mittwoch, 09.09.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 16:03 Uhr
Klimaneutralität bis 2030: Pötterhoekschule wird energetisch saniert
Markus Göpel (v.l., Immobilienmanagement Stadt Münster), Marianne Harks-Klüsener (Rektorin Pötterhoekschule), Inga Brettschneider (Konrektorin Pötterhoekschule), Ute van Ellen (Schulleitung Erich-Kästner-Schule), Matthias Peck (Immobiliendezernent Stadt Münster) und Robert Luschnat (Architekturbüro Heupel) freuen sich über die inzwischen bewilligten Fördermittel für die Sanierungsarbeiten am Standort Pötterhoek. Foto: Presseamt Münster

Klimaneutral bis 2030 – dieses Ziel will die Stadt Münster unter anderem dadurch erreichen, dass sie ihre städtischen Gebäude energetisch optimiert. Am Standort Pötterhoek (Pötterhoekschule und Erich-Kästner-Schule) steht ab dem kommenden Jahr für die Pötterhoekschule eine solche umfangreiche Sanierung an.

Rund 3,3 Millionen Euro werden in die energetische Sanierung investiert. Mit 2,6 Millionen Euro unterstützt die Europäische Union (EU) das Vorhaben der Stadt auf dem Weg in die Klimaneutralität. Der Förderbescheid des EU-Programms EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) liegt inzwischen vor.

Neue Fassade für die Pööterhoekschule

Die Pötterhoekschule erhält im kommenden Jahr eine neue Fassade aus gedämmten Holztafeln und vorgehängter Keramikverkleidung. Das spart nicht nur enorm viel Energie im Betrieb, sondern ist auch von der Materialauswahl bis hin zur Verarbeitung nachhaltig durchdacht.

"Wir haben bei der Planung den gesamten Lebenszyklus der Bauteile berücksichtigt", erläutert Markus Göpel, Projektleiter beim Amt für Immobilienmanagement. "Alle verwendeten Materialien sind sortenrein trennbar und können recycelt oder wiederverwendet werden." Anfang 2021 steht der Baubeschluss an, im Frühjahr 2021 sollen die Montagearbeiten starten, die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant. 

Förderquote von 80 Prozent

"Wir freuen uns, dass wir für die energetische Sanierung weitere Fördermittel erhalten haben und bei dem Projekt nun eine Förderquote von 80 Prozent der Gesamtkosten erzielen", so Immobilien- und Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck. "Im Bereich der energetischen Sanierungen unserer städtischen Gebäude haben wir uns viel vorgenommen für die kommenden Jahre. Wir prüfen daher bei all unseren Maßnahmen ganz genau, welche Fördermittel wir bei welchem Projekt beantragen – natürlich auch vor dem Hintergrund der gesamtstädtischen Haushaltslage." 

Seit 2016 zählt Münster zu den 41 vom Bundesumweltministerium geförderten Masterplan-Kommunen, die mit ihren besonders ambitionierten Zielen Vorreiter im Klimaschutz sind. Insgesamt hat das Ministerium bisher 39 Vorhaben der Stadt Münster im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit über 2,2 Millionen Euro gefördert.

Zahlreiche Förderungen für Münster

Darüber hinaus hat die Stadt Münster in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Förderungen aus unterschiedlichen Programmen von EU, Bund und Land erhalten. Dazu gehören Sanierungen am Schiller- und Ratsgymnasium sowie am Paulinum, der Austausch von LED-Beleuchtung an zahlreichen Gebäuden oder der geplante Einbau eines Batteriespeichers am Neubau der Grundschule Wolbeck.

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