Evakuierung in Mauritz
Stadt richtet Notunterkünfte für Bewohner ein

Münster -

Bei der Evakuierung am 20. September müssen 16.000 Münsteraner ihr Zuhause verlassen. Die Stadt richtet Notunterkünfte ein. Dort gilt wegen der Corona-Pandemie aber unter anderem die Maskenpflicht.

Mittwoch, 09.09.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 17:09 Uhr
Evakuierung in Mauritz: Stadt richtet Notunterkünfte für Bewohner ein
Wer von der Großevakuierung betroffen ist, sollte an seine Maske denken. In den Notunterkünften gilt Maskenpflicht. Foto: dpa (Symbolbild)

Vor einer möglichen Entschärfung von Blindgängern an fünf Stellen in Mauritz am 20. September (Sonntag) muss der Stadtteil evakuiert werden. Die Evakuierung findet zwischen 8 und 10 Uhr am Sonntagmorgen statt. Die rund 16.000 Anwohnerinnen und Anwohner sollten sich laut einer Pressemitteilung der Stadt auf einen Sonntag außerhalb ihres Stadtviertels vorbereiten. Für die Bewohner von Mauritz, die gar keine Möglichkeit haben, ein Ziel außerhalb des Stadtteils anzusteuern werden Notunterkünfte eingerichtet.

Diese Notunterkünfte werden in Münster eingerichtet

Diese Notunterkünfte befinden sich im Pascal-Gymnasium sowie im Weiterbildungskolleg am Pascal-Gymnasium (Uppenkampstiege), Stadtwerke Münster (Hafenplatz), im Alt und Neubau des Hansa-Berufskollegs (Hansaring), im Ratsgymnasium (Bohlweg), LWL-Landeshaus (Freiherr-vom-Stein-Platz) und der Deutschen Rentenversicherung (Gartenstraße).

"Denken Sie auch an die Nachbarn. Falls nötig, bieten Sie Unterstützung an. Jüngere können vielleicht zur Notunterkunft begleiten oder die Informationen aus dem Internet weiterreichen", so die Bitte von Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer an die Nachbarschaften in Mauritz.

Maskenpflicht in den Notunterkünften

In den Notunterkünften gelten Corona-Regeln analog zur Gastronomie. Es herrscht Maskenpflicht auf dem Weg zu den Tischen, zudem werden die Menschen registriert, damit das Gesundheitsamt sie gegebenenfalls erreichen kann.

Wer Medikamente nimmt, sollte sie für den Sonntag und Montag mitbringen. Auch an Ausweisdokumente, Brille, Zahnersatz und persönliche Bedarfsartikel, aber auch warme Bekleidung sollte gedacht werden. Es können keine alten- oder krankenpflegerischen Leistungen erbracht werden. Spiele, Bücher und andere Unterhaltung müssen selbst mitgebracht werden. Die Stadt schreibt außerdem: "Und: an das Frühstück denken – zu Hause oder mitgebracht in der Notunterkunft."

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