Im Hauptbahnhof Hannover
Münsteranerin (72) mit 4,2 Promille aus ICE geholt

Hannover/Münster -

Betrunkene Fahrgäste in Fernzügen sind keine Seltenheit. Doch was sich in einem ICE aus Berlin abspielte, war gleich in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich. Zwei ältere Damen im Vollrausch riefen die Polizei auf den Plan. Eine von ihnen kommt aus Münster. 

Donnerstag, 10.09.2020, 09:09 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 11:16 Uhr
Das Logo der Deutschen Bahn ist auf einem ICE im Hauptbahnhof zu sehen.
Eine Seniorin aus Münster ist mit 4,2 Promille aus einem ICE geholt worden. Foto: Silas Stein (dpa)

Zwei Seniorinnen aus Münster und Gütersloh haben auf der Fahrt im ICE aus Berlin derart viel Alkohol getrunken, dass sie schließlich im Gang lagen und nicht mehr alleine aufstehen konnten. Die Zugbegleiter riefen im Hauptbahnhof Hannover Rettungssanitäter und Bundespolizei zu Hilfe, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten.

Bundespolizisten holten die Frauen aus dem Zug. Ein Alkohol-Test ergab bei einer 72-Jährigen aus Münster nach Polizeiangaben „beeindruckende“ 4,21 Promille, ihre 75 Jahre alte Reisebegleiterin aus Gütersloh brachte es auf 3,02 Promille.

In getrennten Zellen aufgewacht

„Sie konnten nicht mehr gehen und kaum noch sprechen, aber haben sich partout geweigert, ins Krankenhaus gebracht zu werden“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Sie wollten lieber nach Hause fahren. Vorsorglich nahmen die Beamten die Frauen zum Ausnüchtern in Schutzgewahrsam. Auch ein Amtsarzt schaute nach ihnen.

Sechs Stunden später erwachten sie in getrennten Zellen. „Nach den paar Stunden Schlaf konnten sie auch wieder gehen“, sagte der Sprecher. Was der Anlass für das Besäufnis war, sei unbekannt.

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