Corona-Krise belastet Stadtsäckel
Gewerbesteuern brechen auch in Münster ein

Münster -

Die Corona-Pandemie hat enorme finanzielle Auswirkungen. Die spüren nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Stadt Münster. Die Kasse ist deutlich leerer.

Freitag, 11.09.2020, 08:53 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 09:07 Uhr
Corona-Krise belastet Stadtsäckel: Gewerbesteuern brechen auch in Münster ein
In der Stadtkasse fehlt wegen der Corona-Pandemie Geld. Foto: Colourbox.de

Die Corona-Krise belastet nicht nur die Wirtschaft, sondern lässt auch die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen schrumpfen. Die Einnahmen der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen aus Gewerbesteuern lagen im zweiten Quartal 2020 bei knapp zwei Milliarden Euro.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 1,5 Milliarden Euro beziehungsweise 43,5 Prozent weniger als im zweiten Vierteljahr des Vorjahres (damals: 3,5 Mrd. Euro). Im Vergleich zum Vorquartal (Januar bis März 2020 verringerten sich die Einnahmen um 30,1 Prozent.

Münster gehört ebenso wie die Großstädte Düsseldorf (-192,2 Millionen Euro) und Köln (-134 Millionen Euro) zu den Städten in NRW mit den größten Gewerbesteuerrückgängen.

So hoch war das Gewerbesteueraufkommen in Münster

Im ersten Quartal 2020 lag das Gewerbesteueraufkommen in Münster bei 80 Millionen Euro. Im zweiten Quartal dieses Jahres ging das Steueraufkommen im Vergleich dazu um 30 Prozent zurück auf 56 Millionen Euro (minus 24 Millionen Euro). 

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019, in dem das Steueraufkommen bei fast 90 Millionen Euro lag, beträgt der Einbruch sogar 37,3 Prozent (minus 34 Millionen Euro).

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