Nach der Fusion
Volksbank Münsterland Nord plant Service für den Mittelstand

Münster -

Aus drei Volksbanken wurde eine - die Volksbank Münsterland Nord. Die Fusion hatte Auswirkungen auf 280.000 Kunden. Jetzt haben die Verantwortlichen erklärt, wie es weitergehen soll.

Mittwoch, 16.09.2020, 21:00 Uhr
Vorstand Thomas Jakoby (l.) und der für Münster zuständige Regionaldirektor Dietmar Dertwinkel erklärten bei einem Pressegespräch Neuerungen im Zusammenhang mit der Fusion von drei Volksbanken zu einer.
Vorstand Thomas Jakoby (l.) und der für Münster zuständige Regionaldirektor Dietmar Dertwinkel erklärten bei einem Pressegespräch Neuerungen im Zusammenhang mit der Fusion von drei Volksbanken zu einer. Foto: Matthias Ahlke

Zum 1. September erfolgte die Eintragung ins Genossenschaftsregister, zum 5. September erfolgte die „technische Fusion“. Die ehemalige Vereinigte Volksbank Münster, die Volksbank Greven sowie die VR-Bank Kreis Steinfurt firmieren jetzt unter dem Namen Volksbank Münsterland Nord eG.

Auswirkungen für 280.000 Kunden

Über die betriebswirtschaftlichen Hintergründe dieser Fusion und ihre Auswirkungen auf die 280.000 Kunden, davon 93.000 im Bereich Münster, wurde bereits viel diskutiert. Bei einem Pressegespräch am Mittwoch erklärten nun Vorstand Thomas Jakoby und Dietmar Dertwinkel, Regionaldirektor Süd der neuen Volksbank und damit für Münster zuständig, am Beispiel von drei konkreten Projekte, wie sich die Volksbank im Zusammenhang mit der Fusion neu aufstellt.

  • Werte-Stiftung-Münsterland: Die seit 2017 existierende Stiftung wird ausgebaut mit dem Ziel, Projekte der Kinder- und Jugendarbeit sowie Bildungs- und Ausbildungsangebote in der Region zu fördern. Dertwinkel erklärte, dass die Bank in den vergangenen zwei Jahren mehr als 2,6 Millionen Euro an Spenden und Sponsoring den „Menschen und Vereinen im Münsterland“ habe zukommen lassen.
  • Werte-Bank-Münsterland: Mit Sitz in einem Gebäude an den Aaseeterrassen und 15 Mitarbeitern hat die fusionierte Volksbank eine eigenständige Niederlassung ins Leben gerufen. Ihr spezieller Auftrag: Sie soll sich gezielt um die Bedürfnisse von Freiberuflern, Handwerkern, Mittelständlern und Selbstständigen kümmern. Die Dienstleistungen gehen von der unternehmerischen Nachfolgeplanung über Immobilien- und Vermögensmanagement bis zu Fragen der Testamentsvollstreckung. Auch um diese zwei bis drei Prozent der Kundschaft, so Jakoby, wolle und müsse man sich intensiv kümmern. Nur zehn Volksbanken in Deutschland könnten eine solchen Service anbieten.
  • Werte-Fonds-Münsterland: Für Kleinsparer (Sparrate ab 50 Euro im Monat) wie auch für große Anleger bietet die neue Volksbank einen Fonds an, der nach konkreten und nachprüfbaren Nachhaltigkeitskriterien arbeitet. In der Kundschaft gebe es verstärkt Nachfragen nach Investitionen in Unternehmen, die international festgelegte Umwelt- und Sozialstandards erfüllen und nicht unter Korruptionsverdacht stehen, so Dertwinkel.

Volksbank will "Bank der Region" bleiben

Mehrfach betonten Dertwinkel und Jakoby in dem Pressegespräch, dass die Volksbank jetzt größer geworden sei (die zweitgrößte nach Dortmund), aber eben keine Großbank, sondern eine „Bank der Region“.

Jakoby: „Unser Interesse an der Region geht weit über das Geschäftliche hinaus.“

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