„Die Dirigentin“
Baufälliges Piano

Von der Mietskaserne ans Dirigentenpult. Dramatische Emanzipationsgeschichte einer Klassefrau, vital von Christianne de Bruijn verkörpert.

Freitag, 25.09.2020, 14:44 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 15:18 Uhr
„Die Dirigentin“: Baufälliges Piano
Antonia Brico (Christianne de Bruijn) steht vor einem weiblich besetzten Orchester. Foto: Koba Films

In einer Zeit, in der es Dirigentenpersönlichkeiten wie Bernstein oder Karajan nicht mehr gibt, ist es spannend, daran zu erinnern, wie schwer der Weg in die Männerdomäne für eine Frau gewesen sein muss. Das holländische Biopic „Die Dirigentin“ von Maria Peters basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt vom Weg einer Klassefrau aus den Mietskasernen ans Dirigentenpult.

Antonia Brico (Christianne de Bruijn), 1902 in Rotterdam geboren, wächst in den USA auf und träumt davon, ein Orchester zu führen. Dabei ist sie nicht nur durch ihr baufälliges Piano gehandicapt, sondern durch ihr Geschlecht. Ein verheirateter Klavierlehrer kostet sie ihre Stellung, die Beziehung zu einem Impresario bringt sie in die High Society.

De Bruijn spielt das mit Hingabe, vital und selbstbewusst. Dennoch ist die dramatische Emanzipationsgeschichte lang geraten und wirkt nicht nur in der Beziehung Antonias zu einem Transsexuellen wie eine Anbiederung an die #MeToo-Bewegung.

Bewertung

Die Dirigentin: Dramatische Biographie, 137 Minuten

Unsere Bewertung: 3 von 5 Sternen

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