Stichwahl in Münster
Lewe: „Amtszeit wird große Herausforderung“

Münster -

Markus Lewe (CDU) bleibt nach dem Sieg in der Stichwahl Oberbürgermeister von Münster. Im Interview spricht er über den Wahlabend – und die Zukunft.

Sonntag, 27.09.2020, 20:45 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 15:33 Uhr
Markus Lewe
Markus Lewe Foto: hpe

Markus Lewe (CDU) bleibt nach dem Erfolg in der Stichwahl Münsters Oberbürgermeister und geht in die dritte Amtszeit. Im Interview rekapituliert er den Wahlabend und schaut auf die Aufgaben der Zukunft.

Es war knapp, aber am Ende hat es gereicht. Wie fühlen Sie sich?

Lewe: Ich bin sehr erleichtert und freue mich über das Ergebnis, auch wenn es knapp ist. Ich freue mich auch über die tolle Wahlbeteiligung. Da kann man auf die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt stolz sein.

Wie haben sie den Wahlabend erlebt?

Lewe: Ich habe mich am Nachmittag noch einmal hingelegt, bis 18 Uhr geschlafen, dann bin ich mit dem Rad in die Stadt gefahren und habe die Auszählung mit meiner Frau, meinen Kindern und Enkeln verfolgt.

Es könnte eine Ratsmehrheit links von der CDU geben. Wie geht es jetzt weiter?

Lewe: Die kommende Amtszeit wird eine große Herausforderung. Noch mehr als die beiden zuvor. Zum einen, weil wir zu einer stabilen Mehrheit kommen müssen. Wir, die CDU, werden mit allen seriösen Parteien Gespräche führen, um ein Bündnis zu finden, mit dem die Stadt weiter vorangebracht werden kann. Doch nicht nur das: Auch die Corona-Krise wird Münster weiter vor große Aufgaben stellen.

Die Oberbürgermeister-Stichwahl in Bildern

1/19
  • Gratulation an den Wahlsieger: Peter Todeskino (Grüne, r.) gratuliert Oberbürgermeister Markus Lewe zur Wiederwahl.

    Foto: hpe
  • Ellbogengruß statt Handschlag: Die Gratulation an den Wahlsieger erfolgte coronakonform.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Auszählung der Stimmen bei der Oberbürgermeister-Stichwahl (hier die Wahlbriefumschläge im Schlaungymnasium) war spannend.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Rathaus wurden die Zwischenergebnisse auf einer Leinwand verfolgt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Viele Bürger waren gekommen, um das Geschehen vor Ort live zu verfolgen.

    Foto: hpe
  • Auf einer Leinwand wurden die Zwischenergebnisse der Auszählung dargestellt. Und auch wenn der Kandidat der Grünen zwischenzeitig vorne lag,...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... musste Peter Todeskino (r.) am Ende doch Markus Lewe zum Wahlsieg gratulieren. Lewe holte 52,6 Prozent der Stimmen, Todeskino entsprechend 47,4.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Markus Lewe und seine Ehefrau Maria freuen sich über den Wahlsieg.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe: „Ich bin sehr erleichtert und freue mich über das Ergebnis, auch wenn es knapp ist.“

    Foto: hpe
  • Trotz der Niederlage war Todeskino nicht niedergeschlagen: „Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber ich bin nicht enttäuscht. Auf das Ergebnis kann ich stolz sein.“

    Foto: hpe
  • Im Stadtbezirk Münster-Mitte lag Todeskino in zwölf von 13 Wahlbezirken vor Lewe, der wiederum in den Außenbezirken punkten konnte.

    Foto: hpe
  • Robert von Olberg (r.,SPD) zieht am 27.09.2020 in der Bürgerhalle des Rathauses den imaginären Hut vor der Leistung von Wahlverlierer Peter Todeskino.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die Grünen hatten das Marktcafé gebucht. Mit Spannung wurde das Geschehen hier verfolgt.

    Foto: hpe
  • Als Todeskino aus dem Rathaus auf den Prinzipalmarkt tritt, wird er von einem Pulk jubelnder Anhänger empfangen.

    Foto: hpe
  • Im Marktcafé blickte Todeskino schon nach vorn: „Beim nächsten Mal treten wir mit einer grünen Oberbürgermeister-Kandidatin an, dann schneiden wir noch besser ab.“

    Foto: hpe
  • Gelöste Stimmung herrschte bei der Wahlparty der CDU vor dem Stadtcafé.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ganz coronakonform war der Freudentaumel im CDU-Lager nicht zu jeder Minute.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe stieß mit seinen Anhängern auf seine nun dritte Amtszeit an.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Und die könnte durchaus schwierig werden. Denn im Rat, dem CDU-Mann Lewe weiter vorsteht, ist ein Mehrheitsbündnis des linken Lagers durchaus denkbar.

    Foto: Matthias Ahlke

Was sagen Sie zu Ihrem Kontrahenten Peter Todeskino?

Lewe: Für mich war die Stichwahl etwas Neues und wir haben beide bis zuletzt gekämpft. Es hatte sich zuletzt sehr stark zugespitzt, deshalb ist es vielleicht auch gut, dass es jetzt zu Ende ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7605302?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker