Stichwahl in Münster
Todeskino: „Ich bin nicht enttäuscht“

Münster -

Dicht dran am ganz großen Coup, aber ganz gereicht hat es letztlich doch nicht: Peter Todeskino (Grüne) erzählt im Interview, was die Wahlniederlage für ihn bedeutet und wie es jetzt mit ihm weitergeht.

Sonntag, 27.09.2020, 21:09 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 15:33 Uhr
Peter Todeskino
Peter Todeskino Foto: hpe

Am Ende stimmten immerhin 62 824 Münsteranerinnen und Münsteraner bei der Stichwahl für Peter Todeskino, zum ganz großen Coup hat es allerdings dennoch nicht gereicht.

Sind Sie nach der Niederlage enttäuscht?

Todeskino: Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber ich bin nicht enttäuscht. Auf das Ergebnis kann ich stolz sein. Markus Lewe hat seine Anhänger am Ende offenbar besser mobilisiert. Herzlichen Glückwunsch an ihn. Ich hoffe er hat die Kraft, die Stadt auch in den nächsten fünf Jahren zu regieren.

Hätten Sie vor einigen Wochen mit so einem knappen Ergebnis gerechnet?

Todeskino: Ehrlich gesagt: nein.

Können Sie schon sagen, was am Ende ausschlaggebend für die Niederlage war?

Todeskino: Nein, für eine Analyse ist es noch zu früh. Unser Team hat jedenfalls hart gearbeitet. Dafür danke ich allen Unterstützerinnen und Unterstützern ausdrücklich.

Was bedeutet das Ergebnis für Ihre persönliche, politische Zukunft in Münster?

Todeskino: Das bedeutet, dass ich morgen um 9 Uhr wieder zur Arbeit gehe. Ich habe diesen Wahlkampf als Ehrenamtler gemacht und habe Urlaub dafür genommen. Ab morgen geht es in meinem Job weiter.

Die Oberbürgermeister-Stichwahl in Bildern

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  • Gratulation an den Wahlsieger: Peter Todeskino (Grüne, r.) gratuliert Oberbürgermeister Markus Lewe zur Wiederwahl.

    Foto: hpe
  • Ellbogengruß statt Handschlag: Die Gratulation an den Wahlsieger erfolgte coronakonform.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Auszählung der Stimmen bei der Oberbürgermeister-Stichwahl (hier die Wahlbriefumschläge im Schlaungymnasium) war spannend.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Rathaus wurden die Zwischenergebnisse auf einer Leinwand verfolgt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Viele Bürger waren gekommen, um das Geschehen vor Ort live zu verfolgen.

    Foto: hpe
  • Auf einer Leinwand wurden die Zwischenergebnisse der Auszählung dargestellt. Und auch wenn der Kandidat der Grünen zwischenzeitig vorne lag,...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ... musste Peter Todeskino (r.) am Ende doch Markus Lewe zum Wahlsieg gratulieren. Lewe holte 52,6 Prozent der Stimmen, Todeskino entsprechend 47,4.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Markus Lewe und seine Ehefrau Maria freuen sich über den Wahlsieg.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe: „Ich bin sehr erleichtert und freue mich über das Ergebnis, auch wenn es knapp ist.“

    Foto: hpe
  • Trotz der Niederlage war Todeskino nicht niedergeschlagen: „Ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber ich bin nicht enttäuscht. Auf das Ergebnis kann ich stolz sein.“

    Foto: hpe
  • Im Stadtbezirk Münster-Mitte lag Todeskino in zwölf von 13 Wahlbezirken vor Lewe, der wiederum in den Außenbezirken punkten konnte.

    Foto: hpe
  • Robert von Olberg (r.,SPD) zieht am 27.09.2020 in der Bürgerhalle des Rathauses den imaginären Hut vor der Leistung von Wahlverlierer Peter Todeskino.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Die Grünen hatten das Marktcafé gebucht. Mit Spannung wurde das Geschehen hier verfolgt.

    Foto: hpe
  • Als Todeskino aus dem Rathaus auf den Prinzipalmarkt tritt, wird er von einem Pulk jubelnder Anhänger empfangen.

    Foto: hpe
  • Im Marktcafé blickte Todeskino schon nach vorn: „Beim nächsten Mal treten wir mit einer grünen Oberbürgermeister-Kandidatin an, dann schneiden wir noch besser ab.“

    Foto: hpe
  • Gelöste Stimmung herrschte bei der Wahlparty der CDU vor dem Stadtcafé.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ganz coronakonform war der Freudentaumel im CDU-Lager nicht zu jeder Minute.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Lewe stieß mit seinen Anhängern auf seine nun dritte Amtszeit an.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Und die könnte durchaus schwierig werden. Denn im Rat, dem CDU-Mann Lewe weiter vorsteht, ist ein Mehrheitsbündnis des linken Lagers durchaus denkbar.

    Foto: Matthias Ahlke
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