Erklärung der CDU-Bundestagsabgeordneten
Sybille Benning tritt nicht mehr an

Münster -

Die Bundestagswahl in einem Jahr wirft ihre Schatten voraus: Sybille Benning, münsterische amtierende Abgeordnete der CDU, will sich kein weiteres Mal um die Kandidatur bewerben.

Montag, 28.09.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 19:40 Uhr
Sybille Benning
Sybille Benning Foto: CDU

Kaum ist die Kommunalwahl Geschichte, drängt die Parteien die in einem Jahr stattfindende Bundestagswahl. Und eines ist seit Montag gewiss: Die CDU wird nicht mehr mit der amtierenden Bundestagsabgeordneten Sybille Benning in den Wahlkampf ziehen. Benning erklärte in einem am Montag verbreiteten Brief an die CDU-Mitglieder in Münster, sie stehe für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung.

Sybille Benning, die seit 2013 dem Bundestag angehört, führt in ihrer Erklärung gesundheitliche Gründe für ihren Rückzug aus der Berliner Politik an. Sie folge damit dem Rat ihrer Ärzte.

Am Sonntag zur Stichwahl war Benning, anders als noch vor zwei Wochen bei der Kommunalwahl, nicht bei der Wahlparty ihrer Partei ins Stadtcafé gekommen. In der CDU sei Bennings Entschluss keine Überraschung, wie Hendrik Grau, Vorsitzender der Kreispartei, unserer Zeitung sagte. Man habe die Personalie bewusst aus dem Kommunalwahlkampf heraushalten wollen. „Ich habe lange überlegt“, sagte Benning im Gespräch mit unserer Zeitung, „aber Bundestags light gibt es nicht.“

Damit ist das Rennen um die Bundestagskandidatur der Münster-CDU eröffnet. Bei den Grünen hat sich bereits die amtierende Abgeordnete Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, in Stellung gebracht. Sie will ihr Mandat verteidigen und erneut für die Kandidatur nominiert werden, bekräftigte sie am Rande des Oberbürgermeister-Wahlkampfes in der vergangnen Woche. Ihre Expertise in der Gesundheitspolitik würde die 62-jährige Grünen-Politikerin gern noch eine weitere Legislaturperiode im Bundestag einbringen.

Sybille Benning betont, bis zum Ende der Legislaturperiode als stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung mit „großem Einsatz und gleichem Elan“ ihre Themen voranzubringen. Benning nennt explizit ihren Einsatz für die Batterieforschungsfabrik, das Zukunftsthema Wasserstoff im Münsterland, die Hochschulförderung oder die Verankerung naturwissenschaftlich-technischer Bildung in Kita und Grundschule. Benning unterstreicht, wie wichtig es ihr sei, „selbst gesteckte Umweltziele ohne Verzögerung“ zu erreichen. Die 61-jährige Mutter von vier Kindern ist studierte Landschaftspflegerin, Diplom-Geografin und -Landschaftsökologin. Benning war von 2003 bis 2014 Mitglied im Stadtrat und von 2017 bis 2019 Kreisvorsitzende der CDU Münster.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7607240?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker