ISG Bahnhofsviertel will mehr Aufenthaltsqualität
Außenbestuhlung gegen wildes Fahrradparken

Münster -

Das wilde Abstellen von Fahrrädern ist ein Problem im Bahnhofsviertel. Jetzt geht die dortige Immobilien- und Standortgemeinschaft neue Wege.

Donnerstag, 01.10.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 17:40 Uhr
Außenbestuhlung verhindert wildes Fahrradparken.
Außenbestuhlung verhindert wildes Fahrradparken. Foto: ISG

Immer wieder ist es in der Vergangenheit zu Beschwerden seitens der Geschäftsleute im Bahnhofsviertel gekommen, weil zu den Eingängen der Läden einfach kein Durchkommen war. Abgestellte Fahrräder blockierten Gehwege und Hauseingänge. Und offensichtlich wurden viele der abgestellten Fahrräder gar nicht mehr benutzt. Diese Situation nahm die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster zum Anlass, sich intensiv auf die Suche nach Handlungsmöglichkeiten zu machen, wie es in ihrer Pressemitteilung heißt.

Kein einfaches Unterfangen: Denn eine rechtliche Handhabe besteht in den meisten Fällen nicht, da Fahrräder grundsätzlich auf Gehwegen abgestellt werden dürfen. Auch eine Prüfung, ob in der Windthorststraße aufgrund des Brandschutzes Bereiche ausgewiesen werden können, in denen Fahrräder nicht abgestellt werden dürfen, ergab keine Handlungsoption, heißt es.

Fahrradkontrolldienst regelmäßiger im Bahnhofsviertel unterwegs

Die ISG machte nach eigenen Angaben trotzdem immer wieder auf den Missstand aufmerksam und suchte den engen Schulterschluss mit dem Ordnungsamt. Seitdem sei der Fahrradkontrolldienst regelmäßiger als früher im Bahnhofsviertel unterwegs. Er sorgt dafür, dass Fahrräder geordnet abgestellt werden. So bleiben die Eingänge der Geschäfte und der Fußweg entlang der südlichen Häuserzeile weitgehend frei. Auch die neuen Bänke und Müllbehälter werden konsequent freigehalten. Immer wieder sitzen dort nun Menschen, die eine Pause einlegen.

Außengastronomien sorgen für mehr Verweilqualität

Für deutlich mehr Verweilqualität in der Windthorststraße sorgen nach ISG-Einschätzung außerdem die Außengastronomien an der Ecke Achtermannstraße. Erfreulich positiv wirkt sich die Außenbestuhlung der Gastronomie Isegrim aus. Gegenüberliegend haben die Betreiber des Waffelladens „Wonderwaffel“ und des Imbisses „Asia Quick“ gemeinsam sowie mit Unterstützung der ISG und des Ordnungsamtes ihren Bereich für Außengastronomie ausgeweitet.

Die Folge ist, dass Fahrräder nur noch in Einzelfällen zwischen den Tischen und Stühlen abgestellt werden. Die Gastronomen und der Fahrradkontrolldienst haben ständig ein Auge auf diesen Bereich.

Künftig will sich die ISG damit beschäftigen, wie das Abstellen von Fahrrädern auf der grünen Mittelinsel der Bahnhofstraße eingedämmt werden kann. Durch das Fahrradparken werden die Lichtstelen immer wieder beschädigt, heißt es.

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