Bert Fenber startet Musikkarriere
Münsteraner ist Newcomer mit 63 Jahren

Münster -

Lieber spät als nie: Bert Fenber arbeitet an seinem ersten Studioalbum und ist ein Newcomer der münsterischen Musikszene – und das mit 63 Jahren.

Donnerstag, 08.10.2020, 08:00 Uhr
Gut Ding will Weile haben: Bert Fenber alias Dr. Bernd Rasche startet mit 63 Jahren als Musiker durch.
Gut Ding will Weile haben: Bert Fenber alias Dr. Bernd Rasche startet mit 63 Jahren als Musiker durch. Foto: Jochen Hohmann

In den allermeisten Fällen sind Musiker, die in der Szene als Newcomer gelten, jung und unerfahren. Nicht so Bert Fenber. Er ist 63 Jahre alt und schreibt Songs seit er 16 ist – und dennoch ist er ganz neu im Geschäft.

Die Musik begleitet den Münsteraner schon sein Leben lang, aber zum ersten Mal veröffentlicht und vermarktet er sich und seine Songs professionell. Dazu gehört auch der Künstlername. Denn hinter Bert Fenber steckt Dr. Bernd Rasche. Der promovierte Amerikanist hat 20 Jahre als Journalist für große deutsche Tageszeitungen gearbeitet, in den USA und Paris gelebt – und wagt nun, weil das Feedback seiner Freunde ihn dazu ermutigt hat, ungewöhnlich spät den Schritt ins Musikbusiness.

Zwei Plattenfirmen haben Interesse

„Erst habe ich gedacht, die nehmen einen wie mich gar nicht richtig ernst“, beschreibt er seine Gedanken zum Start in die Karriere nach der Karriere. Doch das Gegenteil ist der Fall: Sein Alleinstellungsmerkmal als Neuling im fortgeschrittenen Alter gepaart mit seinen Pop-Rock-Songs kommt an: „Zwei mittelgroße Plattenfirmen haben Interesse bekundet. Die wollen aber, dass ich mit einer Band spiele“, sagt Rasche, der mit seiner Gitarre und seiner Stimme bisher eine One-Man-Show war. Nun begibt er sich auf die Suche nach Musikern.

Während der Corona-Krise hat der mittlerweile selbstständige Führungskräfte- und Abiturienten-Coach die Zeit gefunden, um an neuen Songs zu arbeiten. Zur aktuellen Single „Coffeebar“ gibt es ein Video, das kürzlich im Café Hase im Kreuzviertel entstanden ist. „Er handelt von all den Jahren, die ich bei einem Kaffee hier in Münster glückliche und traurige Stunden meines Lebens ‚durchsessen‘ habe“, sagt Rasche.

Klimawandel und Mauerfall

Thematisch reicht das Repertoire vom Klimawandel-Protestlied bis zum Erinnerungsstück „Sounds of Berlin“ über 30 Jahre Mauerfall. Aber: Wie im Leben, drehe sich auch in seiner Musik vieles um die Liebe. Mit Jochen Hohmann, Inhaber der Starstreet Studios, habe er „den idealen Produzenten“ gefunden, sagt Rasche. Zusammen arbeiten sie an weiteren Songs, das Ziel ist ein Album. Bis es soweit ist, gibt es Musik von Bert Fenber ab Ende Oktober auf den gängigen Streaming-Portalen.

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