Unbeabsichtigt erste Klasse gefahren
Blinde Frau muss nicht nachzahlen

Münster -

Unbeabsichtigt ist eine Münsteranerin in einem Regionalzug in der ersten Klasse gefahren. Ein Bahn-Mitarbeiter wollte, dass sie 60 Euro Strafe zahlt. Jetzt gibt es eine neue Wendung.

Mittwoch, 07.10.2020, 20:00 Uhr
Nicole Schroll aus Münster ist blind. Trotzdem wurde sie aufgefordert, 60 Euro Strafe zu zahlen, weil sie auf einer Fahrt von Osnabrück nach Münster versehentlich in der ersten Klasse saß, für die sie kein Ticket hatte.
Nicole Schroll aus Münster ist blind. Trotzdem wurde sie aufgefordert, 60 Euro Strafe zu zahlen, weil sie auf einer Fahrt von Osnabrück nach Münster versehentlich in der ersten Klasse saß, für die sie kein Ticket hatte. Foto: Renée Trippler

Eine blinde Münsteranerin, die unbeabsichtigt erster Klasse Zug gefahren war , muss keine Fahrpreisnacherhebung zahlen. Ein Bahn-Mitarbeiter hatte von Nicole Schroll 60 Euro gefordert.

"Problematisches Verhalten" des Bahn-Mitarbeiters

Wie ein Bahnsprecher am Mittwoch mitteilte, wurde das Verfahren eingestellt. In dem Schreiben an Schroll entschuldigt sich die Bahn: „Das Verhalten des Mitarbeiters ist so, wie Sie es geschildert haben, hingegen durchaus problematisch und nicht das, was wir von den Mitarbeitern erwarten.“

Nicole Schroll kann nun mit der Sache abschließen, sagt sie, auch wenn sie sich eine Stellungnahme des Zugbegleiters gewünscht hätte. „Ich hoffe, dass andere Menschen so etwas nie erleben müssen.“

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