LWL setzt Mittel aus Ausgleichsabgabe ein
4,5 Millionen Euro für Jobs in Münster für behinderte Menschen

Münster -

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die örtlichen Träger haben Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe im Jahr 2019 gemeinsam mit insgesamt knapp 52,5 Millionen Euro im Arbeitsleben unterstützt, wie es in einer Pressemitteilung des LWL heißt. Der Landschaftsverband habe davon rund 48 Millionen Euro gezahlt, die hauptsächlich aus der Ausgleichsabgabe stammten.

Freitag, 09.10.2020, 07:00 Uhr
In Westfalen gibt es 62 Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
In Westfalen gibt es 62 Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Foto: Wilfried Gerharz

Diese Abgabe müssen Unternehmen zahlen, die keine oder zu wenige Menschen mit Behinderung beschäftigen. Mit weiteren knapp 4,5 Millionen Euro, die ebenfalls aus der Ausgleichsabgabe stammen, unterstützten die örtlichen Träger die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, heißt es weiter.

98.000 Menschen mit Schwerbehinderung arbeiten in Westfalen-Lippe

Über 4,5 Millionen Euro gaben das Inklusionsamt des LWL (anteilig 4,39 Mio. Euro) und der örtliche Träger der Stadt Münster (185 740 Euro) für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Münster aus.

„In Westfalen-Lippe arbeiten zurzeit über 98 000 Menschen mit Schwerbehinderung bei Arbeitgebern, die aufgrund ihrer Betriebsgröße Menschen mit Behinderung beschäftigen müssen. Trotz dieser hohen Zahl gibt es keinen Grund zur Entwarnung, denn aufgrund der Coronakrise ist die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in Westfalen-Lippe zuletzt dramatisch um zehn Prozent auf rund 25 400 gestiegen“, so LWL-Sozialdezernent Matthias Münning. „Deshalb werden wir die Mittel der Ausgleichsabgabe auch weiterhin dafür einsetzen, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen oder zu erhalten.“

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