Kirmesspaß auf Schlossplatz in Münster
Nach Eröffnung des Freizeitparks: Schausteller ziehen erste Bilanz

Münster -

Rund 6500 Besucher am Eröffnungstag: Der Schaustellerverband Münsterland ist mit der ersten Resonanz auf den am Samstagmittag auf dem Schlossplatz in Münster eröffneten mobilen Kirmes-Freizeitpark "mehr als zufrieden", so Vorstandsmitglied Arno Heitmann. 

Sonntag, 11.10.2020, 13:25 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 18:03 Uhr
Kirmesspaß auf Schlossplatz in Münster: Nach Eröffnung des Freizeitparks: Schausteller ziehen erste Bilanz
Der Kirmesspaß am Schloss dauert noch bis zum 25. Oktober. Foto: Helmut Etzkorn

Trotz Regen am Abend und herbstlichen Temperaturen unter zehn Grad lockte der Mix aus Karussells und Verkaufsständen offenbar auch aus dem Umland viele, überwiegend junge Kirmesfreunde in die Westfalenmetropole.

Nur aus Richtung Schloss konnte man an der Promenade über einen zentralen Eingang das umzäunte Veranstaltungsgelände betreten, an dem einen Euro Eintritt für die zusätzlichen Hygienemaßnahmen störte sich kam jemand. "Verständlich für den Aufwand", meine beispielsweise Lars Thomas (24) aus Münster. Die Registrierung der persönlichen daten ist einfach und in 30 Sekunden erledigt. 

Auch die Maskenpflicht wurde in den Fahrgeschäften meist befolgt. "Manchmal ein sanfter Druck per Lautsprecherdurchsage, aber dann hatten es auch die letzten kapiert", so Heitmann, der den "Disco-Jet" betreibt. Weil Masken inzwischen zum Alltagsbild gehörten, sei das "fast selbstverständlich für die Leute", meint Heitmann.

Auffällig besonders die sehr breiten Gänge zwischen den rund freistehenden 70 Buden und Fahrgeschäften, selbst Kleingruppen konnten im "Begegnungsverkehr" gut ausweichen. "Weniger Ansteckungsgefahr, als in jedem Supermarkt oder in einer Einkaufsstraße am Wochenende", meinte Franz Naber (65), der mit seiner Frau Elsa am frühen Abend einen Rundgang machte.

Schlange stehen war weder am Eingang noch vor den Fahrgeschäften nötig. Weil nur maximal 2100 Besucher gleichzeitig in den Pop-Up-Freizeitpark dürfen, gab es reichlich freie Plätze in Autoscootern, Karussells und den Riesenrad-Gondeln. Ob sich finanziell der Aufwand der zweiwöchigen Corona-Ersatzveranstaltung für den ausgefallen Herbstsend rechnet, will Heitmann noch nicht bewerten. "Wir wollen mit dem Freizeitpark einfach ein Lebenszeichen senden und sagen, wir sind noch da und wir können es.."

Alle Schausteller im Verband zögen mit und das sei ein "ermutigendes Zeichen". Inklusive des Sonntags waren rund 10.000 Besucher am Eröffnungswochenende auf dem Schlossplatz. Ob es im Frühjahr wieder einen regulären Send mit dann doppelt so vielen Beschickern gibt, ist noch völlig unklar. Der Kirmesspaß am Schloss dauert noch bis zum 25. Oktober.

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