Chronik 25 in zweiter Auflage erschienen / Dornhege-Ausstellung erst zu Ostern 2021
Von der Magie des Künstlerdorfes

Münster-Angelmodde -

Das Gallitzin-Haus kann wegen Corona derzeit keine Ausstellungen zeigen. Die Heimatfreunde Angelmodde nutzen jedoch die Zeit. So veröffentlichten sie jetzt die zweite Auflage der (Erfolgs-)“Chronik 25“ und erste Details zum Ausstellungs-Comeback. Dieses ist zu Ostern 2021 geplant.

Freitag, 16.10.2020, 16:36 Uhr
Die Mitglieder der Heimatfreunde Angelmodde Ludwig Mädel (l.), Engelbert Honkomp (Mitte), Prof. Dr. Karl-Josef Plaßmann (2.v.r.) und Hein Götting (r.) freuen sich über die zweite Auflage der Chronikbandes 25 und über die Ausstellung des Künstlers Hans-Georg Dornhege (2.v.l.).
Die Mitglieder der Heimatfreunde Angelmodde Ludwig Mädel (l.), Engelbert Honkomp (Mitte), Prof. Dr. Karl-Josef Plaßmann (2.v.r.) und Hein Götting (r.) freuen sich über die zweite Auflage der Chronikbandes 25 und über die Ausstellung des Künstlers Hans-Georg Dornhege (2.v.l.). Foto: Peter Sauer

Mit solch einem großen Erfolg hatten die Heimatfreunde Angelmodde nicht gerechnet: Innerhalb von knapp einem Jahr war die komplette erste Auflage des Chronik-Bandes 25 ausverkauft. Am Donnerstag stellten die Heimatfreunde die zweite Auflage im Gallitzin-Haus vor.

In dem fein recherchierten, reich bebilderten und profund erzählten Band stellen die Heimatfreunde Angelmodde auf 121 Seiten zwölf hochkarätige Maler, Bildhauer und Architekten vor, die die kulturelle Magie zwischen Werse und Angel in Leben und Werk so nachhaltig aufgenommen und künstlerisch weitergegeben haben, dass ihre Exponate auch von heutigen Generationen sehr geschätzt werden. Ihre Wirkungsgeschichte geht weit über das Münsterland hinaus. Sie machten Angelmodde national bekannt. Acht der vorgestellten heimischen (Kult-)Künstler gehören zur renommierten „Schanze“, unter ihnen der Mitbegründer der Künstlergemeinschaft, Bernhard Peppinghege.

Das Chronik-Buch beschäftigt sich mit dem spannenden Zeitraum vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Prof. Dr. Karl-Josef Plaßmann erinnert daran, „wie klein und unscheinbar Angelmodde zu jener Zeit war, auch von der Struktur der Wege und der Häuser“. Für Hein Götting ist es erstaunlich, „dass das kleine Dorf so „überproportional viele Künstler hervorgebracht hat“. Hans-Georg Dornhege kannte viele der vorgestellten Künstler persönlich. „Bei Theo Junglas habe ich immer meine Korrekturen abgeholt.“ Als Kind hat Dornhege vier Bombeneinschläge an der Werse als miterlebt: „Da sinkt die Erde tief ein.“

Eigentlich würde jetzt seine neue Ausstellung im Gallitzin-Haus laufen. Doch Corona hat dem einen Strich durch die Rechnung gemacht – zu enge Räumlichkeiten, die Organisatoren gehören zur Risikogruppe, es gibt keinen zweiten Ausgang.

„Wir planen, rund um Ostern 2021 die Ausstellung nachzuholen“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Mädel. Kein Problem für Hans-Georg Dornhege. Er hat aus der (Corona-)Not eine Tugend gemacht. Die Verlegung seiner Ausstellung ermöglichte es dem 81-Jährige seine Werkschau aktuell zu erweitern: um neue grafische Referenzpunkte und eine historische Darstellung von Angelmoddes künstlerischem Erbe.

Ob die Mitgliederversammlung der Heimatfreunde am 11. November stattfinden kann wird kurzfristig bekanntgegeben – nach aktueller Corona-Lage.

Die Neuauflage „Chronik 25“ gibt es für zwölf Euro bei Ada Mädel, am Kolk 11.  0 25 06 /74 88.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7635435?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker