Uni organisiert „US-Wahlnacht" online
Mittendrin bei der „Schicksalswahl“

Münster -

Es ist mittlerweile schon eine kleine Tradition, dass das Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster zu den Präsidentschaftswahlen in den USA eine Wahlnacht veranstaltet. Davon wollen sich die Verantwortlichen auch in Corona-Zeiten nicht abbringen lassen. Die Lösung: Das Event geht online.

Sonntag, 18.10.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 18:38 Uhr
Felix Mehls, Dr. Matthias Freise und Prof. Dr. Andrea Walter (v.l.) vom Organisationsteam der US-Wahlnacht.
Felix Mehls, Dr. Matthias Freise und Prof. Dr. Andrea Walter (v.l.) vom Organisationsteam der US-Wahlnacht. Foto: Institut für Politikwissenschaft

Die US-Wahlnacht des Instituts für Politikwissenschaft – in Kooperation mit den Westfälischen Nachrichten – hat eigentlich schon Tradition. „2016 kamen überraschend fast 1000 Studierende, um die ganze Nacht die Geschehnisse in den USA zu verfolgen, mit Experten weltweit zu chatten und natürlich auch um zu feiern“, erinnert sich Dr. Matthias Freise. Doch wie kann man in Corona-Zeiten am 3. November (Dienstag) etwas gemeinsam machen?

Das Zauberwort lautet auch hier: online. Der Vorteil: Nicht nur Studierende, jedermann kann einfach teilnehmen. „Es gibt zwei Möglichkeiten“, so Freise. Einmal können sich kleine Gruppen – natürlich nur in Größe der dann geltenden Corona-Regeln – treffen und per Zoom zu dem „Event“ anmelden. „Dann können sie zusammen an einem US-Quiz und einem Wettbewerb teilnehmen und einfach dazu geschaltet werden.“ Es locken interessante Preise. Die zweite Möglichkeit besteht darin, sich als Einzelperson einzuloggen und die Geschehnisse aus dem „Wahlbüro“ der Politikwissenschaftler ganz einfach live zu verfolgen – ab 23 Uhr.

Wir schalten weltweit Experten hinzu, die ihre Sicht der Dinge beitragen.

Dr. Matthias Freise

Dabei werden nicht nur Professoren und Dozenten des Fachbereichs sprechen. „Wir schalten weltweit Experten hinzu, die ihre Sicht der Dinge beitragen“, so Freise. Auch aus den USA und Kanada werden sich unter anderem Freunde des Instituts aus Münster melden. Freise selbst wird über die Rolle der „Swing States“ sprechen, Staaten mit bislang nur knappen Mehrheiten, die auch diesmal wahlentscheidend sind.

Damit es nicht zu theoretisch wird, sollen ein witzige US-Deko und kleine Filme für Abwechslung sorgen. „Auch bei den Gruppen und WGs, die mitmachen, wäre eine passende USA-Dekoration schön“, so Freise. Er wird die ganze Nacht abwechselnd mit Prof. Andrea Walter moderieren. Beide gehören zum Vorstand des Fördervereins des Instituts. Mit dabei ist auch der studentische Mitarbeiter des Fördervereins Felix Mehls.

Zusammenfassung in den frühen Morgenstunden

Spannend wird es nach Ansicht von Freise auf jeden Fall: „Es ist eine Schicksalswahl.“ Es sei noch nicht ausgemacht, dass Joe Biden das Rennen gegen Präsident Donald Trump macht. Bei einem engen Ergebnis müsse man die Briefwahlergebnisse abwarten. Es drohe ein juristisches Tauziehen. „Somit ist es nicht klar, ob wir am Morgen des 4. November ein Ergebnis haben.“ Fest steht: Am Institut für Politikwissenschaft hält man durch. Und es gibt am frühen Morgen eine Zusammenfassung mit Ausblick. An der Wahlnacht kann man auf zwei Wegen teilnehmen:

  • Wer nur zuschauen möchte, kann sich ab 23 Uhr unter dem Link twitch.tv/ifpol_foerderverein dazuschalten.
  • Wer als Team interaktiv dabei sein möchte, sollte sich unter fvifpol@uni-muenster.de anmelden und erhält am Wahltag die Zugangsdaten für Zoom.
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7637817?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker