Cactus Junges Theater leistet Unterstützung in Ghana
Partnerschaft in Pandemie-Zeiten

Münster -

Vor allem die Ärmsten trifft die Pandemie hart. Das Cactus Junges Theater setzt sich daher für einen Partner in Ghana ein, mit dem man bereits gemeinsame Ziele für das kommende Jahr hat.

Dienstag, 20.10.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 13:52 Uhr
Familien in Ghana wurde auch durch den Einsatz des münsterischen Cactus Junges Theater Hilfe in der Pandemie zuteil.
Familien in Ghana wurde auch durch den Einsatz des münsterischen Cactus Junges Theater Hilfe in der Pandemie zuteil. Foto: Cactus Theater

Die Landesregierung NRW hat im Juni auf zahlreiche Bitten von verschiedenen Initiativen mit einem Aufruf zur Corona-Soforthilfe reagiert und großzügig Mittel in zwei Tranchen bereitgestellt. Die Kulturinitiative Cactus Junges Theater hat sich in diesem Rahmen für die Unterstützung des Projektes „Corona – family support“ in Ghana stark gemacht, um die Partnerorganisation „Tete Adehyemma Dance Theatre“ in Accra zu unterstützen. Seit Jahren sind Cactus und Tete in der künstlerischen Zusammenarbeit und im Jugendaustausch verbunden. Aktuell ist eine gemeinsame Theaterproduktion in Planung, die 2021 Premiere feiern soll.

Die beiden Gruppenleiter in Ghana, die Brüder Frank und Ben Sam, arbeiten seit 30 Jahren mit Kindern und Jugendlichen in zwei der ärmsten Stadtviertel Accras – Nima und Maamobi. Die Projekte vor Ort verknüpfen Kultur, kulturelle Bildung und soziale Arbeit. Doch jetzt in Pandemiezeiten gehe es laut Pressemitteilung der Initiative Cactus Junges Theater um die Basics. Es fehle an Schutzmaterialien wie Masken, Desinfektionsmittel, Wasser-Tanks mit kleinem Wasserhahn und Grundnahrungsmitteln.

Mit den Mitteln der Staatskanzlei NRW und dem ehrenamtlichen Einsatz vor Ort in Accra sei es nun gelungen, weit mehr als 100 Familien mit all den Dingen auszustatten. Dank ausgeklügelter Logistik, was die Erstellung wie Masken nähen, Anschaffung, Lagerung, Vorbereitung und Auslieferung angeht, komme die Corona-Soforthilfe auf direktem Wege dort an, wo sie dringend benötigt werde. Für Familien, die in der Peripherie der Zwei-Millionen-Metropole leben, wurden Transporter zur Auslieferung der Corona-Sondermittel beladen und die Care-Pakete wurden persönlich durch die Brüder Sam überreicht. Ein Großteil der Familien wurde zur „Abholung“ in das Quartierzentrum eingeladen, wo alle Gäste über die Bedeutung des Einsatzes aufgeklärt worden seien, so die Mittelung weiter. Gleichzeitig waren die meisten von ihnen zum ersten Mal an dem Ort, der für ihre Kinder eine wichtige Anlaufstelle ist.

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