Landesamt für Statistik
Pendler-Hochburg Münster: Platz sechs in NRW

Münsterland -

Nur fünf NRW-Städte verzeichneten 2019 täglich mehr Einpendler als Münster. In der neuen Pendlerrechnung des Landesamts für Statistik hat Münster zudem die geringste Auspendlerquote.

Dienstag, 20.10.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 20:39 Uhr
Die Zahl der Einpendler nach Münster stieg 2019 an.
Die Zahl der Einpendler nach Münster stieg 2019 an. Foto: Gunnar A. Pier

105 270 Menschen pendelten 2019 nach Münster. Damit hat die Stadt landesweit die sechstmeisten Einpendler. Das geht aus der Pendler­rechnung des Landesamts für Statistik hervor. Demnach haben nur die Städte Köln (352 529), Düsseldorf (313 337), Essen (156 273), Bonn (141 436) und Dortmund (137 800) mehr Einpendler.

Pendler aus Münster haben im Schnitt den längsten Weg zur Arbeit

Die Tendenz in Münster ist steigend: Gegenüber 2018 (103.067) stieg die Zahl um mehr als zwei Prozent. Im Münsterland hat Rheine (18.816) die zweitmeisten Einpendler. Platz eins bei den Münsterlandkreisen belegt Steinfurt mit 46 956 Einpendlern. Dahinter folgen Borken (37.756), Warendorf (33.169) und Coesfeld (30.646). Für das laufende Jahr, das durch die Corona-Pandemie geprägt ist, liegen noch keine Zahlen vor. 2019 pendelten in NRW 4,8 Millionen der 9,3 Millionen Erwerbstätigen über die Grenze ihres Wohnortes zur Arbeit.

In Münster leben 44.922 Menschen, die ihren Wohnort für die Arbeit verlassen. Das sind 25,9 Prozent der Erwerbstätigen – NRW-weit die niedrigste Quote. Auspendler aus Münster nahmen laut Schätzungen des Landesamts mit im Schnitt 34,4 Kilometern (Luftlinie) den längsten Weg zur Arbeit in Kauf. In allen Münsterlandkreisen gibt es mehr Aus- als Einpendler. Hier liegt der Kreis Steinfurt (78.000) vorne. Es folgen Warendorf (56.597), Coesfeld (55.521) und Borken (42.344).

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