Corona-Fall an der Mauritzschule
Schwierige Suche nach den Kontaktpersonen

Münster -

Eine Lehrerin wird zu Ferienbeginn positiv auf Corona getestet, die Schulleitung ist schon im Urlaub, die betroffenen Familien zum Teil auch. Die Information von den Kontaktpersonen war in diesem Fall an der Mauritzschule nicht einfach für das Gesundheitsamt.

Mittwoch, 21.10.2020, 08:00 Uhr
Eine Lehrerin der Mauritzschule hatte sich mit dem Coronavirus infiziert.
Eine Lehrerin der Mauritzschule hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Oliver Werner

Wie schwierig und aufwendig die Nachverfolgung von Kontakten mit dem Coronavirus infizierter Personen sein kann, zeigt ein Fall der Mauritzschule. Dort hatte sich direkt vor den Ferien eine Lehrerin angesteckt. Ein Vater hatte sich beschwert, da laut ihm Eltern von betroffenen Kindern, die also Kontakt zu der infizierten Lehrkraft hatten, teilweise nicht oder sehr spät informiert worden seien.

Am 13. Oktober war das Gesundheitsamt über die Infektion informiert worden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilt. Schulleitung und Vertretung seien im Urlaub gewesen – man habe sich aber schnell darauf verständigt, die betroffenen Klassen telefonisch zu informieren.

Unterschiedliche Angaben zu möglichen Kontakten

Allerdings habe die infizierte Person in den folgenden Tagen unterschiedliche Angaben zu den Kontaktpersonen gemacht und sich mehrfach korrigiert. „Das macht die Nachverfolgung natürlich schwierig“, so der Stadtsprecher. „Derweil wurden unter den Eltern offenbar Zwischenstände ausgetauscht, dadurch kamen möglicherweise fehlerhafte Meldungen in Umlauf.“ Auch sei die Quarantäneanordnung für Kinder, die direkten Kontakt hatten, Kategorie 1, nicht bei allen Kontakten gleich „auf volles Verständnis gestoßen“.

Schul- und Gesundheitsamt suchen Lösungen

Der Vater kritisierte, dass per Mail nicht alle betroffenen Familien erreicht worden seien. Der Stadtsprecher betont jedoch, dass die Erstinfo zwar über den schuleigenen Mailverteiler erfolge, die Familien aber auch angerufen worden seien. Das Gesundheitsamt und die Containment Scouts hätten zwischen Mittwoch und Freitag mit vielen Eltern betroffener Kinder telefoniert und diese teilweise auch im Urlaub erreicht. Schul- und Gesundheitsamt seien darüber hinaus zu einem tragfähigen Konzept für die Information im Austausch.

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