SCP-Heimspiel
„Geknubbel“ am Einlass ins Preußen-Stadion

Münster -

Fast 2000 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend den Preußen-Sieg im Stadion. Nach der Partie reagiert der Verein auf Kritik, dass sich die Menschen unter anderem am Einlass „geknubbelt“ hätten.

Donnerstag, 22.10.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 21:58 Uhr
1997 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend die Partie zwischen Preußen Münster und dem SC Wiedenbrück.
1997 Zuschauer verfolgten am Mittwochabend die Partie zwischen Preußen Münster und dem SC Wiedenbrück. Foto: Jürgen Peperhowe

1997 Zuschauer bejubelten am Mittwochabend den Preußen-Sieg gegen den SC Wiedenbrück. Zu viele in Zeiten von Corona? Ja, meint ein Dauerkarteninhaber, der sich nach der Partie an die Stadt, den Verein und unsere Zeitung gewandt hat.

Bereits am Einlass hätten sich „mehrere hundert Menschen geknubbelt“, kritisiert er – es sei nicht die gesamte Breite des Eingangsbereiches genutzt worden, sondern der Zugang zu allen Blöcken durch ein Absperrband auf unter zehn Meter Breite verjüngt worden. „Ein Einbahnstraßensystem war nicht vorhanden, sodass Zuschauer, die den falschen Eingang erwischt hatten, gegen den Strom zurückgeschickt wurden“, kritisiert er.

Fan konnte "keinerlei Konzept" erkennen

Auch im Stadion sei „keinerlei Konzept“ zu erkennen gewesen, das sich von der Durchführung normaler Spiele abhob. „Keine Einbahnstraße bei der Blockzuwegung, keine Einbahnstraße an den Versorgungsständen, es wurde stets gegen den Strom kehrt gemacht“, berichtet er. Zudem hätten „vielfach“ nicht nur Zuschauer, sondern auch das Ordnungspersonal keinen Sicherheitsabstand gehalten.

„Wir haben uns dieser Kritik angenommen und werden in Zukunft im Eingangsbereich noch mehr Eingänge mit Kontrollpersonal besetzen“, so Thomas Hennemann, Veranstaltungsleiter des SC Preußen. „Insgesamt können wir jedoch ein positives Fazit von unserem Heimspiel ziehen.“ Zwar sei es kurz vor Spielbeginn zu einem Rückstau gekommen, es habe aber jeder die Möglichkeit gehabt, den Mindestabstand einzuhalten.

Im Großen und Ganzen können wir unseren Fans für die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln aber ein Kompliment aussprechen.

Thomas Hennemann, Veranstaltungsleiter des SC Preußen

Zudem wolle sich der Verein der Zuwegung zu den Versorgungsstationen annehmen. „Dies ist jedoch mit baulichen Maßnahmen verbunden, das war in der Kürze der Zeit nicht zu bewerkstelligen“, so Hennemann. „Im Großen und Ganzen können wir unseren Fans für die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln aber ein Kompliment aussprechen.“

„Der SC Preußen hat bereits eine erste Auswertung der Abläufe vorgenommen. Demnach hat das vorgegebene Konzept grundsätzlich funktioniert“, betont die Stadt. An der ein oder anderen Stelle werde der Verein für das nächste Heimspiel nachsteuern, so bei der Einlasssituation mit mehr Eingängen. „Hierzu wird eine enge Abstimmung zwischen Stadt und Verein erfolgen.“

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