Einzelnes Verfahren eingestellt
Nagelstudiobetreiber aus Haft entlassen

Münster -

Einer der vor dem Landgericht Münster angeklagten Nagelstudiobetreiber ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie bereits angekündigt worden war, hatte die Kammer das kürzlich abgetrennte Verfahren gegen den Mann am Freitag eingestellt.

Freitag, 23.10.2020, 19:27 Uhr aktualisiert: 25.10.2020, 20:45 Uhr
Einer der Angeklagten im Nagelstudioprozess ist aus der Haft entlassen worden, nachdem das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde.
Einer der Angeklagten im Nagelstudioprozess ist aus der Haft entlassen worden, nachdem das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Foto: Pjer Biederstädt

Das Verfahren gegen einen der fünf verbliebenen Nagelstudiobetreiber vietnamesischer Herkunft ist eingestellt worden. Das bestätigte Gerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus am Freitag. Die Entscheidung war bereits angekündigt worden. Die Kammer hatte in der Hauptverhandlung gegen die Nagelstudiobetreiber am Mittwoch beschlossen, das Verfahren gegen den Angeklagten abzutrennen und eine Einstellung in Aussicht gestellt. Gegen eine Zahlung einer Geldbuße von 3500 Euro wurde nun der Haftbefehl gegen den Mann aufgehoben, er wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Er habe auf die Rückgabe sichergestellter und gepfändeter Vermögenswerte verzichtet, so Vahlhaus weiter. Das war neben der Zahlung eine der Bedingungen der Kammer gewesen.

Der Angeklagte war als Geschäftsführer für ein Nagelstudio am Aegidiimarkt verantwortlich gewesen und bei einer groß angelegten Razzia im vergangenen November dort festgenommen worden. Er galt den Ermittlungen zufolge jedoch nicht als Haupttäter, eher als „Strohmann“.

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